Hoher Riffler im Zillertal - mit Genuss auf einen 3000er

Aussicht von der Terrasse am Friesenberghaus
Gipfel jenseits der 3000er Marke haben schon ihren ganz besonderen Reiz. Die Landschaft ist rauer und karger, die Luft etwas dünner und die Aussicht meist überwältigend. Auch der Aufstieg muss nicht gefährlich oder sehr anstrengend sein. Es gibt durchaus Gipfel mit einer 3 vorne dran, die sich relativ leicht besteigen lassen. Der Hohe Riffler (3231m) im Osten des Tuxer Hauptkamms ist ein solcher Berg.

Vom Friesenberghaus auf den Hohen Riffler

Das Friesenberghaus bietet für diesen Berg einen guten Ausgangspunkt und stimmt schon mal gut auf den Berg ein. Denn mit Aussicht auf den Schlegeisspeichersee im hinteren Zillertal lässt sich der Abend schön ausklingen und immerhin sind bis zur Hütte auch 700Hm zu überwinden und damit in etwa die Hälfte zwischen Stausee und Gipfel.

Kurz nach dem Schlegeisspeicher
Hoher Riffler vom Süden aus - über einen schmalen Grat zum Gipfel

Insgesamt 1400 Hm liegen zwischen Ausgangspunkt und Gipfelkreuz, ab dem Friesenberghaus sind es noch gute 730Hm. Eine Übernachtung ist also eine nette Dreingabe, muss aber nicht sein.
Der Anstieg zum Gipfel beginnt direkt an der Hütte und führt zunächst zum Petersköpfl hinauf. Ein kleiner Gupf mit Unmengen an Steinmänchen, die schon von weiten zu sehen sind. Der weitere Weg ist teilweise geprägt durch leichte Kletterei und einer schönen Aussicht auf die umliegenden Zillertaler Gipfel. Insgesamt ist der Weg unproblematisch, aber er verlangt durchaus eine gewisse Trittsicherheit und Erfahrung. In guten drei Stunden ist der Gipfel ab der Hütte erreicht.

Fernsicht auf den Olperer

Der Hohe Riffler ist ein Berg mit vielen Gesichtern. Im Süden, auf der Aufsteigsseite, präsentierte er sich als felsiger rauer Berg. Im Norden ist der Gipfel firnbedeckt und fällt sanfter ab. Im Norden und Westen ist der Gipfel von Gletschern umgeben. Die Aussicht auf den Olperer und den Zillertaler Alpenkamm ist auch nicht zu verachten.
Insgesamt eine schöne Tour, die ich allerdings als Zweitagestour empfehlen würde. Allein vom Genussaspekt her, finde ich es bei 1400 Höhenmeter angenehmer, diese auf zwei Tage zu verteilen.


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