Wenn der Winter nicht so will oder das lange Warten auf den Frühling





Auch wenn mir der Abschied von Sommer und Herbst immer etwas schwer fällt und ich an all die Ziele, Gipfel und Routen denke, die ich in diesem Jahr mal wieder nicht geschafft habe, mag ich den Winter eigentlich ganz gerne. Ich liebe es mit meinen Schneeschuhen durch verschneite Wälder zu stapfen, auf Hochebenen meine Spur zu ziehen oder gar den einen oder anderen Berggipfel zu erreichen. Neuerdings gehe ich auch gerne mit meinem Sohn rodeln, der jauchzend und glucksend vor mir sitzt und sich besonders freut, wenn wir um die Kurven schlittern oder ich mal wieder nicht richtig gelenkt habe und wir in einer Schneewehe enden. In meiner perfekten Wintervorstellung träume ich also von einer dicken weißen Pracht, von einem strahlend blauen Himmel und von eisigen Temperaturen. Denn ganz ehrlich, Sulz und Matschschnee mag doch keiner.

Wenn die innere Uhr den Frühling sucht

Doch genau hier fängt das Problem in diesem Winter an. Wo bitte sind die eisigen Temperaturen? Wo ist die dicke Pulverschneeschicht? Und vor allem, wo bist Du Winter? Ja oben auf den Bergen, da mag er schon sein. Dort liegt auch Schnee, doch ist dieser eher sulzig und weich. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ja auch kein Wunder. Aber wer bitte hat bei lauschigen 12 Grad im eigenen Garten, Lust sich seine dicken Winterklamotten anzuziehen und den Rodel aus dem Keller zu holen? Ich jedenfalls nur sehr bedingt, denn ganz unbewusst fange ich an auf den Frühling zu warten. Schaue ganz gespannt, ob nicht doch vielleicht schon eine Knospe am Baum zu sehen ist und genieße die zunehmende Wärme der Sonne. Wintersport? Ach, lass mal gut sein, es ist ja fast schon Frühling. Aber halt, nein, es ist ja noch nicht mal Mitte Februar.



Er kommt bestimmt noch – der Winter 

Also habe ich noch diese Hoffnung auf das nächste Wochenende und die nächste Schlechtwetterfront. Diese Hoffnung, dass der nächste Schnee dann mal liegen bleibt, dass die Temperaturen weit unterhalb der Nullgrad-Grenze kratzen und er endlich mal bei uns bleibt. Der Winter, der nicht so will. 


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