Penser Weißhorn (Sarntaler Alpen) - Panorama auf 2705 Meter

Weit entfernt ist der kleine Spitz des Penser Weißhorns zu sehen
 Es gibt Gipfel, die schweirig zu erreichen sind, viel Kletterei erfordern oder einfach einen schlechten Weg haben. In diese Kategorien fällt das Penser Weißhorn nicht, dennoch ist das Panorama am Gipfel hart erarbeitet, denn der Weg dorthin ist schlicht und ergreifend ein ganz gewaltig langer Hatsch. Sprich, es ist einfach sehr lange zu gehen bis der Punkt auf 2705 Meter erreicht ist. Der Höhenunterschied mit 500 Metern dagegen ist mehr als gering.


Ein einfach wunderschönes Panorama

Das Weißhorn ist zwar nicht der höchste Gipfel in den Sarntaler Alpen, hat aber dennoch einiges zu bieten. Denn einmal am Gipfel angekommen, erschließt sich dem Bergsteiger ein einzigartiges 360° Panorama. Bei guter Sicht sind alle großen Gipfel der Tiroler Alpen, wie Wildspitze, Zuckerhüttl oder Wilder Freiger zu bewundern. Ebenso grüßt der Ortler aus der Ferne. Auch die Dolomiten scheinen zum Greifen nahe und so können Sella, Schlern, Marmolada oder die drei Zinnen bewundert werden.

Startpunkt ist das Penser Joch

Ausgangspunkt für die Tour zum Sarntaler oder Penser Weißhorn - beide Namen existieren - ist das Penser Joch bei Sterzing. Hier ist im Sommer meist recht viel los, vor allem bei Motorradfahrern ist der Pass beliebt. Zahlreiche Parkmöglichkeiten existieren auf dem Parkplatz oder am Straßenrand.

Die Tour startet direkt am Parkplatz des Penser Jochs, gegenüber vom Gasthof Alpenrose. Für den Zustieg müssen zweieinhalb bis drei Stunden eingerechnet werden. Auch wenn der Höhenunterschied mit 500 Metern recht gering ist, sollte die Tour aber aufgrund der Wegstrecke, die zurück gelegt werden muss, nicht unterschätzt werden. Einkehrmöglichkeiten unterwegs gibt es keine.


Auf wenn es nicht bergauf geht - der Berg kommt nicht näher

Der Weg führt zunächst ohne großen Höhengewinn südlich um den Gänsekragen herum und nach rund 20 Minuten ist der Penser-Joch-See erreicht. Von hier aus ist die Felspyramide des Weißhorns bereits gut zu erkennen. Spitz und scheinbar nur schwer zu besteigen ragt sie neben der Gartlspitze (2.586 Meter) in die Höhe.

Der Weg führt weiter entlang des Kamms und so wird die Röthenspitze (2-441 Meter) auch südlich umgangen. Langsam gewinnt der Weg ein wenig an Höhe und nach gut einer Stunde sind die Steinwandseen (2.330 Meter) erreicht. Doch der Gipfel scheint nicht näher zu kommen. Doch nun wird das Gelände zunehmend blockiger und steiler und so führt der erste richtige Anstieg in das Gerölljoch hinauf, das auf 2.557 Metern liegt.


Leichte Kletterei zum Gipfel - der schöne Abschluss zur Aussicht

Die letzten 150 Höhenmeter zum Gipfel liegen nun noch vor dem Bergsteiger, diese sind aber auch die anspruchsvollsten. Über die steile und felsige Südostflanke geht es nun senkrecht zum Gipfel hinauf. Mehrere versicherte Stellen und leichte Kletterei erwarten den Bergsteiger. Trittsicherheit und ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit sollte vorhanden sein. Nach gut zwanzig Minuten ist dann aber auch der Gipfel erreicht und die Aussicht auf die umliegende Bergwelt entschädigt für die Aufstiegsmühen.

Die Versicherungen und Drahtseile zum Gipfel sind in einem guten Zustand und wurden erst kürzlich saniert. Alte Bohranker sind zum Teil noch in der Wand und können als Aufstiegshilfe verwendet werden.
Abstieg über die Aufstiegsroute.



Tourdaten im Überblick

    Ausgangspunkt: Penser Joch (2.215m)
    Höhenunterschied: 500 Hm
    Zeitaufwand: vier Stunden
    Einkehrmöglichkeit: Gasthof Alpenrose am Penser Joch
    Schwierigkeit: mäßig schwierige Halbtagestour, Trittsicherheit, leichte Kletterei

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