OutDoor 2013 - ein Tag auf der Messe in Friedrichshafen


Daunenjacke North von Yeti. Bildquelle: OutDoor
Dieses Jahr hatte ich auf der OutDoor in Friedrichshafen leider nur einen Messetag Zeit, der zudem auch noch recht kurz war, da ich meinen Zug nach Hause erwischen musste. Dennoch habe ich viel gesehen, nette Gespräche geführt und andere Blogger getroffen.

Die Neuheiten im Kleinen – was ich auf der OutDoor gefunden habe

Da Neuheiten und Award Gewinner von vielen Anderen schon ausreichend vorgestellt worden sind, möchte ich vielmehr einen Überblick geben, was mir persönlich wirklich gut auf der OutDoor gefallen hat. So viel vorneweg: die große Neuerung, die große Überraschung gab es für mich nicht in diesem Jahr. Aber gut, es muss auch nicht jedes Jahr das Rad neu erfunden werden. Auffällig war vielmehr, dass das Thema Ökologie und Nachhaltigkeit doch jedes Jahr einen größeren Raum auf der OutDoor einnimmt und sie sich dadurch auch, so finde ich, positiv von der Ispo abhebt.

Ökologie in der Outdoorbranche – die Daunenjacke North von Yeti

So war es auch nicht verwunderlich, dass Yeti für seine Daunenjacke North den Gold Award gewonnen hat. Grund dafür ist, dass die Jacke aus einem Gewebe besteht, das aus Fasern der Rizinuspflanze besteht. Rizinus wächst vor allem auf kargen und trockenen Bäumen, benötigt keine Bewässerung für das Wachstum und steht auch mit keiner Pflanze für die Nahrungsmittelproduktion in Konkurrenz. Damit ist Yeti das erste Unternehmen, das ein Material für Outdoor Jacken entwickeln konnte, das auf pflanzlicher Basis besteht. Leider konnte mir Yeti keine Auskunft darüber geben, wie genau die Produktionsbestimmungen vor Ort aussehen und bzw. wo genau die Rizinuspflanzen für sie angebaut werden. Denn das Gewebe wird für Yeti von dem japanischen Unternehmen Toray hergestellt.

Nimm Deinen Müll wieder mit – der Drecksack von Deuter

Der Drecksack von Deuter
Eine kleine, aber feine Idee habe ich am Stand von Deuter entdeckt. Der Drecksack. Ein kleiner gelber Sack, der dafür gedacht ist, seine Essensreste, seinen Dreck und sonstigen Abfall vom Berg wieder mit zu nehmen. Klein zusammen gefaltet nimmt er beim Aufstieg kein Platz weg und am Abstieg sorgt er dafür, dass der Dreck im Sackerl bleibt und nicht irgendwo im Rucksack rumfliegt. Bei einem Preis von drei Euro geht ein Euro direkt an die Bergwaldoffensive. Gut, der Drecksack von Deuter ist nicht wirklich neu, aber ich habe ihn dieses Jahr zum ersten Mal gesehen und fand die Idee gut.

Kein Geld für die Berge – Petition des Alpenvereins

Ein Almdudler beim Alpenverein
Im Internet habe ich den Aufruf des Alpenvereins schon vorher mal gesehen, hatte aber nicht wirklich Zeit mir das genauer anzuschauen. Nun auf der OutDoor hatte ich ein sehr nettes Gespräch beim Alpenverein über die Förderung der österreichischen alpinen Vereine.  1,5 Millionen Euro sind dies derzeit, um aber die Wege und Hütten in den Alpen erhalten zu können, wären ungefähr vier Millionen Euro notwendig. Denn strengere Auflagen für Hütten für Umweltschutz, Brandschutz und Hygiene, aber stärkere Wettereinflüsse auf Hütten und Wege, lassen die Erhaltungskosten der alpinen Vereine stark ansteigen. Nun wollen der Alpenverein, die Naturfreunde und der Touristenclub über eine Petition die Unterstützung der Öffentlichkeit erreichen, um dem österreichischen Parlament und der Bundesregierung die Notwendigkeit  einer Erhöhung der Förderung zu verdeutlichen.  Ende September
20 Jahre OutDoor - Messeplakat von 1994
sollen die Unterschriften dem Bundespräsidenten Heinz Fischer übergeben werden. Wer noch nicht unterschrieben hat, kann dies hier tun.

Enjoy the silence – Ohrstöpsel bei finkid

Auch nett, Ohrenstöpsel für Mütter. Da mußte ich ja schon etwas schmunzeln, dass finkid Bekleidung für Mütter, wie Tragejacken oder Stillshirts mit Ohrenstöpseln verkauft und den Slogan „Enjoy the silence“ dran hängt. Da kann sich nun jeder denken, was er mag.

Plausch unter Bloggern

Das Bloggertreffen durfte natürlich auch nicht fehlen auf der OutDoor und so habe ich mich mittags mit anderen Bloggern getroffen und über Messe Highlights, Essen und Outdoorprodukte geredet. Vielen Dank an Euch, es war eine vergnügliche Stunde und ich habe mich gefreut Euch kennen zu lernen oder wieder zu sehen.

Übrigens, die OutDoor feierte in diesem Jahr 20 jähriges Bestehen und zeigte allerlei Erinnerungsstücke aus den letzten beiden Jahrzehnten, wie eben dieses Messeplakat von 1994. 

1 Kommentar:

  1. Schöner Bericht, ich höre jetzt das erste Mal von der Ourdoor, komisch !! Werde mich mal erkundigen und bin nächstes Jahr auf jeden Fall dabei ;-) Viele liebe Grüße

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