Kort Short von Triple 2 - nachhaltig, ökologisch und sehr vielseitig

Triple2 habe ich ja schon mal kurz in meinem Artikel zur Nachhaltigkeit in der Outdoorindustrie erwähnt und damals schon angekündigt, dass ich etwas ausführlicher über dieses Unternehmen berichten will. Auch wenn der Fokus von Triple2 mehr auf dem Bike- als auf dem Bergsport liegt, habe ich in den letzten Woche eine Hose der bayrischen Firma getestet, die sich nicht nur auf dem Sattel tragen lässt, sondern eben auch im Büro, am Berg oder bei anderen Freizeitaktivitäten.

Triple2 – setzt auf Nachhaltigkeit

Warum ich nun auf einmal Bikemode teste? Ganz einfach, weil es mir die Unternehmensphilosophie von Triple2 wirklich angetan hat. Denn hier werden  Nachhaltigkeit und Umweltschutz wirklich sehr groß geschrieben. Angefangen von der Auswahl der Rohstoffe, über die Verarbeitung, die Vermarktung bis hin zum Lebensende des Produktes werden Transportwege kurz gehalten, Rohstoffe recycelt oder Umweltschutzprojekte unterstützt.

Hanf in der Bekleidung – Triple2 zeigt wie es geht

Rückentaschen mit reflektiernder Paspel
Der Grundgedanke hinter Triple2 ist es, eine Bikebekleidung  zu entwerfen, die einerseits nicht im nächsten Jahr schon wieder unmodern ist und die sich andererseits nicht nur fürs Mountainbike eignet, sondern genauso gut für viele andere Freizeitaktivitäten einsetzbar ist. Dazu gehören schnell trocknende und atmungsaktive Materialien, die gleichzeitig auch robust  sind und vor Schweißgeruch oder UV Strahlen schützen. So ist bei der Kort-Short, die ich getestet habe, ein Materialmix aus recyceltem Polyester und Hanf zum Einsatz gekommen.
Hanf als Grundlage der Textilproduktion bietet gegenüber normaler Baumwolle den Vorteil, dass beim Anbau keine Pestizide zum Einsatz kommen, der Rohstoff schnell nachwächst und Hanf eine natürliche antibakterielle Wirkung besitzt. Zudem ist der Wasserverbrauch gegenüber der Baumwollindustrie um ein vielfaches geringer. Der Hanf für Triple2 wie auch das recycelte Polyester kommen aus Ost-China und werden dort unter anderem zur Kort Short verarbeitet. Dadurch sollen Transportwege kurz gehalten werden.
Aber auch nach der Produktion fühlt sich Triple2 weiterhin für seine Produkte verantwortlich. Benutzte Bekleidung wird von Triple2 nach seiner Lebensdauer zurück genommen und dem Recycling zugeführt. Sofern die Kleidung noch verwendbar ist, werden Taschen oder Geldbörsen daraus gefertigt. Wenn die Kleidung nicht mehr weiterverwendbar ist, wird sie einer Textilrecyclingfirma übergeben.

Kort Short von Triple 2 im Test

Soweit nun zur Philosophie von Triple2, aber können die Produkte auch wirklich neben dem Bike im Alltag oder am Berg bestehen? Der Test der Kort Short sollte es zeigen, denn ich habe die wenigen Sommertage der letzten Wochen ausgenutzt und die Hose viel getragen und fleißig getestet.
Die Knöpfe an der Kort Short
Das Design erinnert wirklich nicht an jene unsäglichen Fahrradhosen, die sobald sie den Sattel verlassen einfach nur schrecklich aussehen. Vielmehr ist die Kort Short wirklich eine alltagstaugliche Hose, die bei mir auch ihren Weg ins Büro gefunden hat.
Gespannt war ich ja, wie sich der Stoffmix aus Polyester und Hanf anfühlt. Denn eigentlich trage ich wenig Polyester, sondern achte eher auf natürliche Rohstoffe. Doch der Stoff ist weich, fühlt sich eher wie Baumwolle an und erinnert überhaupt nicht an jene verschwitzten Polyestershirts aus dem Outdoorbereich. Die Stoffqualität ist eher dicker und robust, dennoch ist die Kort Short nicht zu warm. Die Atmungsaktivität des Hanfs scheint wirklich zu wirken und fühlt sich angenehm auf der Haut an.
Auf dem Fahrrad habe ich die Hose jetzt nicht getragen, aber bei verschiedensten Freizeitaktivitäten angefangen vom harmlosen Spaziergang oder dem Besuch am Badesee bis hin zum Klettersteig und Wanderung hat sich die Kort Short bewährt und gut getragen. Auch wenn es mal etwas wärmer wurde, war die Hose angenehm auf der Haut und trocknete schnell. Etwas hat mich das Tragegefühl an Merinowolle erinnert, was ja auch ähnliche Eigenschaften wie Hanf besitzt.
Das einzige was mich etwas irritiert, sind die Druckknöpfe am Bund, da ich befürchte dort reist der Stoff durch das häufige öffnen und schließen irgendwann mal ein.

Fazit: Die Kort Short ist mit fast 120 Euro zwar nicht wirklich günstig für eine Sommerhose, aber dafür ist sie vielfach einsetzbar und macht auf mich bis jetzt mit Ausnahme der Knöpfe, auch einen sehr robusten Eindruck. Der Stoff trägt sich wirklich gut, die beiden Hosentaschen vorne sind angenehm groß, so dass zur Not auch mal Schlüssel und Handy reinpassen. An den Rückentaschen gibt es reflektierende Paspeln, was natürlich auf dem Fahrrad sehr nützlich ist. Das Design ist relativ zeitlos, so dass ich damit auch noch gerne im nächsten Sommer rumlaufe und sich die Investition schon wieder mehr lohnt.


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