Col dala Pieres (2751m) – Dolomitenpanorama in der Geislergruppe

Der Col dala Pieres von unten aus

Der Col dala Pieres ist zwar nicht der höchste Berg der Geislergruppe, bietet sich aber als Aussichtsgipfel für die Dolomiten, die Marmolada und die Geislerspitzen inklusive Sas Rigais, sehr gut an und war für mich einer der schönsten Gipfel in den Dolomiten. Mit der Gipfelüberschreitung besteht Möglichkeit eine wunderschöne Rundtour zu unternehmen, die ich nur empfehlen kann.

Mit der Gondelbahn zum Col Raiser (2.107 Meter)

Der Col dala Pieres kann natürlich vom Tal aus bestiegen werden. Wer sich aber 400 Höhenmeter sparen will, fährt zunächst mit der Gondelbahn von St. Christina im Grödnertal auf den Col Raiser (2.107 Meter). Dort angekommen ist es leider erst mal etwas voll. Auch der Weg zur Regensburger Hütte, der nächsten Station, ist im Sommer recht überlaufen. Doch die gut 20 Minuten auf breitem Weg sind schnell vorbei.
Kurz vor der Forcella de Pizza und Weg zur Steviahütte
An der Hütte treffen beide Wege zum Gipfel zusammen. Allerdings ist für den Aufstieg der Weg über die Forcella de Sielles (2.512 Meter) zu empfehlen, da dieser Weg etwas anspruchsvoller und ausgesetzter ist. Der zweite oder der Abstiegsweg führt über die Forcella de Pizza (2.489 Meter).

Über die Forcella de Sielles auf den Col dala Pierres

Von der Regensburger Hütte zunächst dem Weg in Richtung Puez Hütte folgen. Hinter der Hütte zweigt links ein kleiner Steig ab und führt zunächst mit geringem Höhengewinn unterhalb des Sass Rigais in Richtung Forcella de Sielles. Über mehrere Stufen gewinnt der Weg langsam an Höhe bis der Talschluss erreicht ist. Hier zweigt der Weg zur Puez Hütte links ab. Zur Forcella de Sielles geht es nun in mehreren Serpentinen über einen Geröllhang hinauf. Von der Scharte ergibt sich bereits ein schöner Panoramablick auf den Kreuzkofel.

Wunderschönes Gipfelpanorama auf dem Col dala Pieres

Von der Forcella del Sielles geht es nun rechts die letzten 200 Höhenmeter zum Gipfel hinauf. Im unteren Teil müssen einige gesicherte Passagen überwunden werden, die aber nicht schwierig sind. Nach der leichten Kletterei geht es in einigen letzten Kehren zum breiten Gipfel des Col dala Pieres. Von hier aus erschließt sich ein wunderbares Gipfelpanorama mit Sella, Lang- und Plattkofel, sowie dem Schlern mit der Seiser Alm. Auf der Rückseite reicht der Blick zu den Geißlerspitzen und bei guter Sicht sogar bis zum Alpenhauptkamm in Tirol.

Forcella de Pizza von unten aus gesehen
Über die Forcella de Pizza zur Regensburger Hütte

Für den Abstieg bietet sich nun der Weg über die Forcella de Pizza an, der kurz vor dem Gipfel rechts abzweigt. Auch hier finden sich einige versicherte Stellen und Treppen, insgesamt ist diese Variante aber einfacher und eignet sich deswegen besser für den Abstieg. Zunächst geht es auf der Rückseite des Col dala Pieres in einigen Kehren bergab, bis der Weg zum benachbarten Kamm führt. Nun geht es ohne großen Höhenverlust querend zur Forcella de Pizza. Rechts in die Scharte führt der Weg hinab zur Regensburger Hütte. Weiter entlang des Kamms ist in gut einer halben Stunde die Stevia Hütte (2.312 Meter) erreicht. Von der Hütte aus kann in gut zwei Stunden ins Tal abgestiegen werden.

Fazit: Auch wenn der Col dala Pieres nicht der höchste Berg der Geisslergruppe ist, bietet er ein wunderschönes Panorama und ist dadurch einer meiner Lieblingsberge geworden. Der Gipfel ist meist nicht so überlaufen, wie es in den Dolomiten leider häufig der Fall ist und gerade der Aufstieg über die Forcella del Sielles ist relativ ruhig. Die Tour ist eine tolle Rundtour mit Aussicht auf viele Dolomitengipfel und wer möchte findet auch noch zwei Hütten am Weg für eine Einkehr.



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