Ilam Down Jacket von Berghaus im Test

Das Ilam Down Jacket von Berghaus im Test

Seit der OutDoor im Juli 2012 in Friedrichshafen bin ich ja zugebenermaßen ein Freund bunter Outdoorbekleidung. Was ich vor ein paar Jahren noch als unmöglich angesehen hätte, ist inzwischen eingetreten. Ich liebe bunte Farben am Berg. Ob blau, violett, gelb oder grün, ich finde es schön, wenn es etwas bunt ist und nicht diesem rot/schwarzen Einheitslook entspricht. Also war ich natürlich von der Berghaus Ilam Down Jacket von Anfang an begeistert, denn blau mit lila Futter? Was will ich mehr.

Die Ilam Down Jacket – dünn und warm

Doch nicht nur die Farbe lockte ein Lächeln auf mein Gesicht. Nein, auch das Gewicht der Berghaus Daunenjacke. Denn sie ist wirklich federleicht und extrem dünn. Der Vorteil davon ist natürlich, dass sie wirklich platzsparend verpackt werden kann. Doch hält sie wirklich warm? Friere ich wirklich nicht in einer so dünnen Jacke? Der Test sollte es zeigen – ja sie kann.

Pertex Quantum – das Außenmaterial der Ilam Down Jacket

Der Gummizug kann auf der einen Seite befestigt werden ...
Doch bevor ich mich mit der Daunenjacke in den Tiroler Herbst und Winter begeben habe, wollte ich mir die Jacke erst mal etwas genauer anschauen.  Die Verarbeitung der Jacke ist sehr gut, was in dieser Preiskategorie aber auch selbstverständlich sein sollte.  Das Außenmaterial (Pertex Quantum) wirkt allerdings nicht sehr strapazierfähig, was es aber nach Aussage von Berghaus ist. Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob ich mit der Ilam Down Jacket wirklich klettern gehen würde.
... auf der anderen Seite allerdings  nicht
Der Schnitt der Berghaus Daunenjacke ist femin und körpernah. Die Bündchen an den Armen sind zwar nicht weitenregulierbar, doch relativ flexibel und sollten auch bei etwas dickeren Armen gut passen. Die Kapuze liegt gut an, engt aber nicht ein, auch wenn diese ebenfalls nicht in der Weite zu verändern ist. Die einzige Weitenregulierung befindet sich am unteren Bund der Ilam Down Jacket. Mit Hilfe eines Gummizuges kann die Jacke zugezogen werden. Was mich dabei allerdings etwas irritiert hat, an der linken Seite kann der Gummizug mit Hilfe einer Klemme festgezogen werden. Auf der rechten Seite schaut der Gummizug etwa fünf Zentimeter heraus. Er ist zwar etwas verdreht, so dass er nicht reinrutschen kann, aber der Sinn erschließt sich mir auch nach dem Test nicht wirklich. Mein erster Gedanke war, dass dort einfach vergessen wurde, die Klemme anzubringen. Ob dies stimmt, habe ich noch nicht bei anderen Jacken überprüft.

Ilam Down Jacket – eine Jacke für den Herbst und Winter

Soweit die Fakten zur Jacke, nun wollte ich sehen, wie sich die Berghaus Ilam Down Jacket trägt. So viel vorne weg: zum Klettern habe ich mich wirklich nicht getraut, sie zu tragen. Denn ich habe mir schon einige Jacken am Fels ruiniert. Die Ilam wollte ich davor bewahren.
So klein lässt sich die Jacke verpacken
Also kann ich wenig dazu sagen, wie robust das Außenmaterial wirklich ist. Normale Wanderungen, Schneeschuhtouren oder Rodeln macht die Jacke ohne Probleme mit. Rucksack oder ähnliches haben keine Spuren an der Jacke hinterlassen. Die Ilam Down Jacket trägt sich überhaupt sehr angenehm. Das geringe Gewicht spielt dabei natürlich auch eine Rolle.
Besonders angenehm empfinde ich den hohen Kragenabschluss. Denn so zieht es nicht in die Jacke hinein, auch wenn ich mal wieder einen Schal vergessen habe. Die Berghaus Daunenjacke hält trotz des dünnen Materials sehr warm. Wobei ich bei wirklich richtig tiefen Minustemperaturen noch etwas Warmes drunter oder drüber ziehen würde, wie zum Beispiel ein Hardshell, das ohne Probleme über der Jacke getragen werden kann.
Der Kragen schließt angenehm hoch ab
Auch wenn Berghaus damit wirbt, dass die Ilam Down Jacket von Julia Pickering in Alaska getestet wurde, empfinde ich die Jacke im Winter als alleinigen Kälteschutz als zu wenig.

Fazit: Die Ilam Down Jacket von Berghaus ist eine viel einsetzbare Daunenjacke. Aufgrund ihres kleines Packmaßes eignet sie sich auch bestens für Touren im Herbst oder Frühling, wenn es doch mal etwas kälter werden sollte.  Die Jacke ist angenehm dünn und engt dadurch nicht ein, was auch durch den Schnitt unterstützt wird.  Unter den Armen und an der Seite ist die Ilam etwas dünner gefüllt, in der Kapuze und am restlichen Körper dagegen soll sie richtig warm halten.  Gefüllt ist die Jacke mit 850er Gänsedaune.
Der Einsatzbereich der Jacke reicht von Wanderungen bis hin zu sämtlichen Wintersportarten, dann allerdings mit weiterem Wetterschutz. Aber auch in der Stadt oder für die Arbeit eignet sie sich sehr gut. Die Farbe der Ilam Down Jacket spricht natürlich auch für sich. Ich wurde mehrfach darauf angesprochen. Sie bringt einfach etwas Farbe in den Herbst und Winter.

Wer kann bei diesen Farben widerstehen?

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen