Berg des Monats April: der Drachenkopf

Der Dachenkopf von der Coburger Hütte  aus gesehen

Der April ist in Sachen Bergsteigen so ein Monat, der dazwischen hängt. Für Ski- oder Schneeschuhtouren liegt nicht mehr ausreichend Schnee, für richtige Bergtouren aber noch zu viel Schnee. Es ist nichts Halbes und nichts Ganzes und oft kommt die Frage: wohin kann ich im April schon gehen? Ich finde ja, dass sich schöne Rundtouren in diesem Monat anbieten. Die noch nicht zu hoch hinaus führen, aber die Option auf einen Gipfel vielleicht doch offen halten. Denn wer weiß, vielleicht geht es ja doch schon. Deswegen habe ich für den April den Vorderen Drachenkopf (2302m) ausgewählt. 

Vorderer Drachenkopf - leichte Kletterei zum Gipfel

Zum einen finde ich das Gebiet rund um Ehrwald sehr schön und zum anderen muss der Vordere Drachenkopf ja nicht bestiegen werden. Sondern kann bei der Rundtour  im Vorbeigehen auch nur bestaunt werden, sollten die Verhältnisse noch nicht ideal sein. 
Die Coburger Hütte
Der Vordere Drachenkopf ist so zusagen der Hausberg der Coburger Hütte (neben dem Klettersteig auf die Vordere Tajakante). Von der Hütte sind es nur noch 380 Höhenmeter auf den Gipfel, der in gut einer Stunde erreicht ist. Das Panorama der Karwendelgipfel ist natürlich sehr schön dort oben. Die Tajaköpfe, das Zugspitzmassiv oder der Sonnenspitz reihen sich rund um den Drachenkopf. Der Aufstieg zum Gipfel sollte aber wirklich nur bei guten Verhältnissen gewählt werden, da es zwischendrin einzelne Kletterpassagen gibt.

Rundtour über das Tajatörl

Der Drachensee mit dem Tajatörl im Hintergrund
Wer nun also am Fuße des Drachenkopfes steht und sich nicht sicher ist, ob es schon auf den Gipfel geht, kann die Tour von der Coburger Hütte aus auch als Rundtour zurück nach Ehrwald fortsetzen. Nachdem die meisten Bergsteiger den Anstieg zur Hütte über die Seebenalm und den Seebensee wählen, bietet sich der Rückweg über das Tajatörl an. Denn dann ergibt sich eine sehr lohnenswerte Runde, die kurz vor der Bergstation der Ehrwalder Almbahnen wieder auf den Ausgangsweg trifft. 
Von der Coburger Hütte geht es vorbei am Drachensee relativ zügig hinauf zum Tajatörl. Von dort weiter vorbei am Brendlsee und über den Ganghofersteig wieder zum Ausgangspunkt zurück. 
Fazit: auch ohne Gipfelbesteigung eine sehr schöne Tour, vorbei an mehreren Bergseen und über eine Scharte. Bei guten Bedingungen ist die Besteigung des Vorderen Drachenkopfes natürlich das i-Tüpfelchen. 


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