Naturverträgliche Skitouren - ein erfolgreiches Beispiel in Obernberg

Das Skitourengehen ist immer beliebter geworden. Waren früher nur wenige im Winter abseits der Piste unterwegs, so gibt es inzwischen kaum mehr einen Gipfel der leer und unberührt bleibt. Auf manchen Bergen ziehen sich wahre Kolonnen nach oben. Deswegen führen manche Aufstiegsrouten inzwischen auch durch Gebiete, die vielleicht im Winter besser gemieden werden sollten. Aber der Drang nach Einsamkeit macht davor keinen Halt und so leidet die Tier- und Pflanzenwelt immer stärker unter den zahlreichen Tourengehern.

Obernberger Tal: naturverträgliche Skitouren

In dieser Situation befand sich auch das Obernberger Tal, ein Seitental kurz vor dem Brenner in Tirol. Da es hier keine Anlagen für klassische Wintersportarten, wie alpines Skifahren gibt, ist dieses Tal bei Skitourengehern oder Schneeschuhwanderern sehr beliebt. Bis zu 400 Wintersportler sind an manchen Tagen hier unterwegs. Die Folge war einerseits ein ziemliches Verkehrschaos, aber auch negative Auswirkungen auf die Natur. Eine Lenkung der Skitourengeher musste also her und so wurde ein Konzept entwickelt, das inzwischen als ein gutes Beispiel angesehen werden kann, wie Naturschutz und Skitouren gut nebeneinander existieren können.

Konzentration auf bestimmte Routen: Schonung der Tierwelt

Um dem Wild in den Wintermonaten möglichst viel Ruhe zu gewährleisten, werden die Skitourengeher nun auf bestimmte Routen gelenkt. Sogenannte Wildschongebiete sollen diesen Schutz bieten und die Tourengeher gezielt durch die Natur lenken. Die Routen sind auf Informationstafeln angeschrieben. Alte Routen werden nicht mehr ausgewiesen. Neue Parkplätze für Skitourengeher sind entstanden. Von hier führen die neue Routen direkt zu den klassischen Skitourenzielen im Obernberger Tal, wie die Allerleigrubenspitze oder der Hohe Lorenzen.

Skitourengehen und die Natur respektieren

Das Beispiel in Obernberg zeigt, dass beides möglich ist. Einerseits die Natur zu schonen und andererseits auch im Winter die Berge genießen. Denn ebenso wie im Sommer Wanderer auf den Wegen bleiben sollten, so sollten auch im Winter Skitourengeher die Natur respektieren und auf bestimmten Routen bleiben.

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