Geigerrig Trinkblase im Test - die etwas andere Art zu trinken

Die Trinkblase von Geigerrig mit Druckball (Schlauch oben) und Ventil (Schlauch unten)

Sprühen statt saugen lautet das Motto der Geigerrig Trinkblasen, denn mit Hilfe eines Pumpballs wird die Blase unter Druck gesetzt und sprüht das Wasser direkt in den Mund.Ein Saugen an einem Ventil, wie bei anderen Blasen üblich, ist dann nicht mehr nötig. So soll das Ventil sauberer bleiben, von zwei Personen genutzt werden oder ein kleiner Strahl zur Abkühlung verwendet werden. Aber auch das Abwaschen von Händen oder ähnlichem ist laut Geigerrig durch den Strahl möglich. Alles in allem hört sich die Beschreibung sehr gut an und ich war auf den Praxistest der Trinkblase sehr gespannt.

Befüllen und Reinigen der Geigerrig Trinkblase

Das Befüllen der Blase von Geigerrig ist durch die große Öffnung leicht. Zwei Liter passen in meine Blase, für mich alleine auch bei einer längeren Tour völlig ausreichend. Auch das Säubern der Trinkblase ist unkompliziert, denn sie lässt sich mit ein paar Handgriffen leicht auf links ziehen und dann sogar in der Spülmaschine reinigen. Das musste ich natürlich gleich ausprobieren und es ging ohne Probleme. Das Plastik wurde weder porös noch ist es angelaufen. Für mich ein wirklicher Pluspunkt anderen Systemen gegenüber, die häufig schwer zu reinigen sind und mit der Zeit unappetitlich werden.

Sprühend den Durst löschen mit der Geigerrig Trinkblase

Wie kommt nun der Druck auf die Blase? Auch das geschieht in meinen Augen ganz leicht. Mit Hilfe eines Druckballs wird eine zweite Kammer in der Blase aufgepumpt. Sechs bis acht Mal pumpen reichen völlig aus, um den nötigen Druck zu erzeugen. Unterwegs kann jederzeit nachgepumpt oder auch wieder Druck abgelassen werden. Den Schlauch mit dem Druckball hatte ich während der Tour im Inneren des Rucksacks. Da ich nicht nachpumpen musste, war dies für mich die einfachere Lösung, als beide Schläuche über die Schulter zu legen. Der Anfangsdruck reicht völlig aus, um die Blase fast leer zu trinken. Ein kleiner Rest am Boden ließ sich letztendlich nicht raussprühen.
Über den Strahl lässt es sich tatsächlich trinken. Anfangs ist es sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig und ungewohnt, aber das Ventil der Geigerrig Trinkblase bleibt sauberer als bei anderen Blasen und der Strahl ist stark genug, dass nicht die Hälfte des Wassers daneben geht.

Mit integriertem Filter überall Trinkwasser bekommen

Der Filter zur Geigerrig Trinkblase ist in den Schlauch integrierbar
Als Zusatzausstattung bietet Geigerrig einen Filter an, der mit wenigen Handgriffen in den Schlauch integriert werden kann und laut Aussage von Geigerrig mehr als 99,9 Prozent an Kryptosporidien und Giardien Parasiten aus dem Wasser entfernt. Die Kapazität des Filters soll für fast 190 Liter reichen.
Dies ist natürlich für längere Touren sehr praktisch, da die Blase an jeder Quelle, See oder Bach nachgefüllt werden kann. Durch den Druck, der in der Blase herrscht, wird das Wasser ganz einfach durch den Filter gepresst und erreicht Trinkwasser Qualität. Mit einem Preis von € 29,95 finde ich den Filter verglichen mit anderen Filtersystemen  durchaus preiswert.

Leichter Anschluss des Trinkschlauches an die Blase

Die Schläuche lassen sich ganz einfach an der Blase befestigen. Die Plug & Play Verbindungen sind leicht zu bedienen. Auch der Filter wird über solche Anschlüsse in den Schlauch integriert. Als Zusatz gibt es einen isolierten Trinkschlauch, den ich allerdings nicht getestet habe, der aber sicherlich im Winter sehr praktisch ist, wenn zum Beispiel Tee in der Blase ist.

Fazit:
Mit €49,95 (ohne Filter) ist die Trinkblase von Geigerrig deutlich teurer als viele Konkurrenzprodukte. Dafür bietet sich aber das praktische Sprühsystem, das sicherlich viele Vorteile gegenüber den Saugventilen bietet, wie das Reinigen von Händen, Outdoor-Equipment, Händen oder Wunden.
Die Option einen Filter einzubauen, ist für Touren, die länger dauern oder in abgelegene Gebiete führen ein wirklicher Vorteil und durchaus preiswerter, als ein separates Filtersystem mitzunehmen. Allerdings belaufen sich dann die einmaligen Anschaffungskosten für die Blase auf rund €100.
Für mich ist der Praxistest sehr gut verlaufen und ich war durchaus positiv von der Sprühfunktion überrascht, da ich nicht gedacht hätte, dass sie einen wirklichen Vorteil gegenüber meiner alten Blase bietet.
Mehr über die Trinkblase von Geigerrig gibt es auf http://www.optamit.de

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