Venture Jacket von Montane im Test

Die Innen-Nähte sind alle wasserfest
Welche Ansprüche stelle ich an eine Jacke, die mich in den Bergen vor Wind und Wetter schützen soll? Die Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten: nach dem stärksten Regen will ich immer noch trocken sein, wenn es mal wärmer ist, möchte ich in meiner Jacke nicht übermäßig schwitzen, das Design sollte mir gefallen und zu guter Letzt sollte die Jacke auch einigermaßen robust sein. Wie einfach oder schwer es sein sollte, eine Jacke zu finden, die diesen Ansprüchen genügt, wollte ich mit dem Venture Jacket von Montane überprüfen, das ich in den letzten Wochen testen konnte.

Die Ärmel mit einem Klettverschluss 
Montane Venture Jacket- der erste Eindruck überzeugt

Schon mal so viel vorweg: das Design überzeugte mich schon beim Auspacken, denn der Schnitt ist körperbetont, aber nicht einengend und passt sich der weiblichen Anatomie doch sehr gut an. Auch die Verarbeitung macht einen sehr guten Eindruck. Die Reißverschlüsse sind alle getapt und damit wasserfest. Ebenso die Nähte auf der Innenseite der Jacke. Die Bündchen an den Armen lassen sich mit einem Klettverschluss in der Weite regulieren, wie auch der Bund mit einem Schnürsystem, das gut funktioniert.

eVent sorgt beim Venture Jacket für Atmungsaktivität

Für das Venture Jacket verwendet Montane zwei verschiedene Materialien. An Stellen die besonders stark beansprucht werden, wie zum Beispiel die Schultern beim Tragen eines Rucksacks, kommt ein Stoff zum Einsatz der besonders robust, aber dennoch wasserfest ist. Für den größten Teil der Jacke wurde eVent verwendet, ein Material, das besonders atmungsaktiv ist. Im Gegensatz zu GoreTex ist eVent noch nicht so verbreitet, soll aber in Sachen Atmungsaktivität mindestens genauso so gut sein.

Die Reißverschlüsse sind alle ebenfalls wasserfest
Venture Jacket von Montane im Praxistest

Der erste Eindruck war also bereits sehr positiv. Deswegen war ich umso gespannter, wie sich die Venture Jacket von Montane nun am Berg so eignen würde. Ausnahmsweise hoffte ich auf Regen bei der Bergtour, der dann allerdings nur in kleinen Mengen kam.
Die Jacke lässt sich gut unter dem Rucksack tragen. Die seitlichen Brusttaschen liegen hoch genug, um an den Inhalt auch ohne den Beckengurt des Rucksacks aufmachen zu müssen, zu kommen. Das Venture Jacket ist leicht und macht alle Bewegungen gut mit.
Die Armbündchen sind so geschnitten, dass der Handrücken etwas mehr bedeckt ist, als die Handfläche. Gerade mit Stöcken lässt es sich so leichter gehen. Die Kapuze ist groß genug, um einen Helm drunter zu tragen, kann aber dennoch in der Weite durch einen Gummizug gut eingestellt werden.
Ein Helm passt unter die Kapuze
Wie sieht es nun mit der Atmungsaktivität aus? Geschwitzt habe ich natürlich trotzdem, aber dieses unangenehme Gefühl, das bei verschiedenen anderen Jacken häufig entsteht, blieb aus. Die Atmungsaktivität der Jacke war durchaus zu spüren und sorgte für einen angenehmen Komfort beim Tragen. Allerdings hat das Venture Jacket keine Lüftungsreißverschlüsse unter den Armen. Dies ist ein kleines Manko, denn dadurch wäre die Jacke noch flexibler in ihren Einsatzgebieten. Dennoch war die Jacke angenehm im Aufstieg zu tragen und sorgte am Gipfel dafür, den Wind abzuhalten, so dass ich nicht so schnell auskühlte.

Fazit: Das Venture Jacket von Montane ist eine rundum gelungene Outdoor Jacke, die nicht nur gut aussieht, sondern auch in Funktion und Verarbeitung überzeugt. Einzig die fehlenden Reißverschlüsse unter den Armen sind etwas schade, denn dadurch wäre sie perfekt. Der Schnitt ist feminin, die Taschen schön groß und das Material robust. Geeignet ist die Jacke für alle Bergsportarten, wie Bergsteigen, Klettern oder auch für den Klettersteig. Sie macht aber auch in der Stadt eine gute Figur.

Das Venture Jacket von Montane kostet 265 Euro.

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