Energiepolitik in Alpen - Spagat zwischen Naturschutz und Ausbau regenerativer Energien

Die Alpen eignen sich gut für die Nutzung der Wasserkraft
Ein Windpark am Brenner? Windräder am Sattelberg und Sandjoch? Nein danke. Alpenvereine, Umweltorganisationen und zuletzt auch die Bevölkerung sind gegen dieses Projekt. Aber dennoch betont nun der Deutsche Alpenverein, dass er grundsätzlich für den Ausbau regenerativer Energien ist, nur eben unter bestimmten Voraussetzungen. Damit wird die Gratwanderung deutlich, die durch den Erhalt der alpinen Landschaft einerseits und andererseits aber durch die Notwendigkeit immer neue Windparks oder Speicherseen in den Alpen zu errichten, entsteht.

Schutz der Natur und Windparks - ist das möglich?

Genau auf dieser Gratwanderung befinden sich die Alpenvereine. Sie sind seit langem ein Befürworter regenerativer Energien. Nicht zuletzt stellen immer mehr Alpenvereinshütten ihre Stromversorgung auf Solar- oder Wasserenergie um. Doch andererseits reagiert gerade der alpine Raum sensibel auf Veränderung, die eben durch den Bau solcher Energiequellen entstehen. Was also tun?

Energiepolitik und Naturschutz - der Masterplan des DAV


Bildquelle: Ferdinand Lacour / pixelio.de
Eine Antwort drauf gab nun der Deutsche Alpenverein in einem Positionspapier zu Energiepolitik. Darin fordert der DAV neben der Nutzung erneuerbaren Energiequellen auch eine bessere Energieeffizienz, geringeren Stromverbrauch und vor allem den Dialog mit der Bevölkerung.
Der DAV vertritt aber auch den Grundsatz, dass zum Beispiel Windparks nicht überall entstehen dürfen, wie das aktuelle Beispiel am Brenner zeigt. Denn der Erhalt der Natur, der Biodiversität und der Landschaft muss im Vordergrund stehen, so des DAV. Diese Vereinbarkeit ist nach Ansicht der DAV am Sattelberg nicht gegeben.

Die ausführliche Position des DAV zur Energiepolitik in den Alpen gibt es hier. 
Die Stellungnahme des Österreichischen Alpenvereins zum Windpark am Brenner gibt es hier.

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