Faire Arbeitsbedingungen in der Outdoorindustrie

Made in China oder Made in Taiwan, so steht es inzwischen auf fast allen Kleidungsstücken, die in den Geschäften hängen. Nicht anders sieht das Bild im Outdoor-Bereich aus. Selbst europäische Firmen, wie Mammut oder Vaude lassen in asiatischen Ländern produzieren. Das Know-How der Produkte, die Entwicklung und das Design sind zwar in Europa entstanden, doch die Umsetzung erfolgt aus kostentechnischen Gründen in Fernost.

Produktion in Asien -  Arbeitsbedingungen egal?

 Abgesehen von den Vorteilen der billigen Lohnnebenkosten für die Unternehmen, sind die asiatischen Länder nicht gerade für den Arbeitnehmerschutz bekannt. Neben niedrigen Löhnen, gehören auch unzureichender Schutz am Arbeitsplatz oder lange Arbeitszeiten in den meisten Textilfabriken zum Alltag. Arbeitsbedingungen, die in europäischen Werke undenkbar sind, zählen zum Standard.

Fair Wear Foundation - für eine nachhaltige Produktion

Die Fair Wear Foundation setzt nun genau dort an. Als unabhängige Non-Profit-Organisation wurde sie gegründet, um die Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie zu verbessern. Sie überprüft das nachhaltige und soziale Handeln der Unternehmen und schuff so einen Standard für faire Arbeitsbedingungen. Zahlreiche europäische Bekleidungshersteller sind inzwischen Mitglied bei der Fair Wear Foundation und setzen damit ein Zeichen für eine nachhaltige Firmenpolitik.

Umdenken in der Outdoorbranche - Ehrlichkeit und Transparenz

Auch im Bereich der Outdoorbekleidung hat ein Umdenken stattgefunden. Eine grüne Geschäftspolitik wird von immer mehr Unternehmen verfolgt. So sind zum Beispiel Jack Wolfskin, Vaude oder Mammut bereits Mitglied der Fair Wear Foundation. Das jüngste Mitglied Vaude hat sich im November 2010 zu diesem Schritt entschlossen. "Die Fair Wear Foundation ist ein glaubwürdiger Partner auf unserem konsequenten Weg zu fairen Arbeitsbedingungen und Transparenz", erklärt Antje von Dewitz, Geschäftsführerin bei Vaude. Auch Jack Wolfskin sieht in dem Beitritt einen weiteren Schritt in Richtung verantwortungsvolles Handeln. Durch diese Verifizierungsarbeit, sowohl in den asiatischen Produktionsbetrieben, als auch im Firmensitz in Idstein, wird die Bemühungen des nachhaltigen Handels von einer unabhängigen Instanz begutachtet und bewertet, erklärt Geschäftsführer Mandred Hell die Motivation für Jack Wolfskin der Fair Wear Foundation beizutreten.

Weiterführende Informationen:

Kommentare:

  1. Das ist mal wirklich ein sehr interessantes Thema.Es sollte viel mehr darüber diskutiert werden, wo unsere schönen Klamotten herkommen
    Viele Dank für den Artikel, werde ihn gleich auf meinem blog verlinken.

    Lieben Gruß, Clara

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  2. Liebe Clara,
    vielen Dank für die Verlinkung. Es ist gut, dass es langsam ein Bewusstsein für nachhaltige Produktionsweisen gibt und je mehr Leute sich Gedanken über die Herkunft Ihrer Klamotten machen, desto besser. Gruß, Almut

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  3. Hallo Almut,

    gutes Thema. Ich hoffe nur, dass es in Zukunft nicht nur im Outdoor-Bereich an Bedeutung gewinnt.

    Viele Grüße,
    Marco

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  4. Hallo Marco,

    das hoffe ich auch und es sind ja auch schon Unternehmen, die nicht aus dem Outdoor-Bereich kommen der Fair Wear Foundation beigetreten.
    Gruß, Almut

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  5. Ich fänd es interessant, aktuelle Informationen zum Thema zu finden. Ich bin selbst in dem Metier beruflich unterwegs, aber finde selten Informationen, die aktuell sind. Die Erläuterung hier ist schön, aber sie bezieht wenig die aktuellen Entwicklungen ein. Haut doch mal wieder was raus. ;) Grüße, Florian

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  6. Hallo Florian,

    na, dann muss ich mich wohl noch mal ausführlich mit dem Thema beschäftigen ;-). Ich hoffe Du findest hier bald aktuelle Informationen.
    Gruß
    Almut

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