Zwiebelprinzip auf der Bergtour: niemals frieren

Bergtouren im Winter stellen an die Kleidung besondere Ansprüche. Schön warm soll sie zu Beginn der Tour halten. Doch sobald es ordentlich bergauf geht und der eigene Körper aufgewärmt ist, dann wünschen wir uns eine luftige, atmungsaktive Kleidung. Da hilft nur eins: das Zwiebelprinzip.

Zwiebelprinzip heißt, die Kleidung so zu variieren, dass sie verschiedenen Ansprüchen genügt. Doch wahllos T-Shirts, Pullover und Jacken übereinander gezogen, müssen nicht unbedingt ein gutes Zwiebelprinzip ergeben. Denn jede Schicht sollte im Idealfall eine ganz besondere Leistung erfüllen.



1. Lage: Unterwäsche

Bildquelle: Icebreaker
Körpernah und atmungsaktiv sollte die Unterwäsche sein. Je enger sie anliegt, umso besser ist der Feuchtigkeitstransport. Im Winter hält Unterwäsche mit langen Ärmeln wärmer und hilft, dass die Arme nicht so leicht auskühlen.
Wer nicht so stark schwitzt, kann zu Produkten aus Wolle greifen, ansonsten ist Funktionsunterwäsche zu empfehlen.

2. Lage: Wärmende Schicht

Über der Unterwäsche kommt eine wärmende Schicht, die zum Beispiel aus einem Fleece-Pullover bestehen kann. Auch hier eigenen sich wieder besonders atmungsaktive Materialien, die für einen Abtransport der Feuchtigkeit sorgen. Wolle oder reine Baumwolle saugen sich mit der Feuchtigkeit voll, anstatt sie abzutransportieren und sind deswegen nur bedingt geeignet.
Die zweite Lage kann auch aus mehreren Schichten bestehen, wie einem Funktionsshirt mit einer Weste. Diese Lage ist nicht winddicht, sondern dient ausschließlich für die Wärme.
Bildquelle: Shivling Jacket, Vaude 2010

3. Lage: Wind- und Wetterschutz

Nun fehlt noch eine Lage für den Wetterschutz. Die Jacke sollte wind- und wasserfest und je nach Einsatzbereich auch relativ stabil sein. Manche Modelle haben unter den Armen Lüftungsreisverschlüsse oder am unteren Ende einen Windfang. 
Im Idealfall sollte die Jacke nicht zu voluminös sein, damit sie bei Bedarf gut im Rucksack verstaut werden kann. 

Variable Kleidungsschichten: immer richtig angezogen

Das Zwiebelprinzip hat nun den Vorteil, dass immer so viele Schichten getragen werden, wie es notwendig ist. Bei Sonnenschein im Aufstieg wird der Wetterschutz in der Regel nicht benötigt werden. Am Gipfel dagegen kann es dann doch etwas windiger werden und die Jacke verhindert das Auskühlen.


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