Lawinengefahr abseits der Piste

Tief verschneite Hänge, strahlender Sonnenschein, der erste Schnee lädt zu Touren abseits der Piste ein. Ob mit Tourenskiern, dem Snowboard oder den Schneeschuhen, sobald die Berge weiß sind, locken sie die Wintersportler an. Jeder möchte gerne als erster seine Spur in den Neuschnee ziehen. Doch wie sieht es mit der Lawinengefahr aus? Macht sich wirklich jeder Wintersportler Gedanken darum? Bei welcher Warnstufe sollte die Tour lieber verschoben werden und wann gilt ein Berg als relativ sicher?

Vor der Tour Lawinenlagebericht lesen

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de
Soviel vorne weg: Gedanken um die Gefahr, die von Lawinen ausgeht, sollte sich jeder Wintersportler machen, der abseits der Piste in den Bergen unterwegs ist. Denn die Einstellung "es wird schon nichts passieren" ist ein Spiel mit dem eigenen Leben.
Deswegen ist die Tourenvorbereitung im Winter besonders wichtig. Nicht nur die Ausrüstung muss stimmen, auch die Lawinenlage sollte berücksichtigt und die Tour entsprechend geplant werden. Die Lawinenwarndienste der einzelnen Länder aktualisieren täglich ihre Berichte und weisen auf die Gefahren hin.

Welche Lawinenwarnstufe gilt als gefährlich?

Die Lawinengefahrenskala reicht von eins (gering) bis fünf (sehr groß). Bei Warnstufe eins ist der Schneedeckenaufbau stabil und es ist nur mit Schneerutschen oder kleinen Lawinen zu rechnen, die spontan abgehen können. Bei einer mässigen Warnstufe (zwei) ist der Schneedeckenaufbau an einigen Stellen nicht sehr stabil. Mit einem Lawinenabgang ist bei großer Belastung zu erwarten, wie etwa durch mehrere Skifahrer, die nicht ausreichend Abstand halten.
Ab Warnstufe drei ist der Schneedeckenaufbau an vielen Stellen nicht sehr stabil. Lawinen können an Steilhängen bereits durch einen einzlenen Skifahrer ausgelöst werden. Ab dieser Warnstufe sollte die Tour bereits sehr sorgfältig ausgesucht werden.
Bei Warnstufe vier und fünf ist von einer Tour im Gelände abzuraten. Bei einer Warnstufe von vier ist der Schnee an den meisten Stellen nicht stabil. Lawinenabgänge sind bereits bei geringer Belastung und gelegentlich auch spontan möglich. Lawinenwarnstufe fünf bedeutet, dass der Schneedeckenaufbau allgemein nicht stabil ist und es jederzeit zu Lawinenabgängen kommen kann.

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