Brotjacklriegel im Bayrischen Wald - Wintertraum in Weiß

Endlich, endlich kam der Winter auch im Bayrischen Wald an. Nach warmen Weihnachten und einem Januarbeginn, der auch nicht viel besser aussah, hat es also geschneit. Was heißt, die erste Gelegenheit nutzen, denn wer weiß, wie lange die schöne Pracht halten wird. Zwar war das Wetter unter der Woche viel besser, als am Wochenende, aber was hilft es? Eben und deswegen ging es am Wochenende in Richtung Deggendorf in den Bayrischen W
ald.

Kleiner Berg mit großer Aussicht

Ziel war der Brotjacklriegel, ein Berg mit großem Sendemast, der von der Passauer Autobahn aus relativ leicht und schnell zu erreichen ist. Der Berg kann von insgesamt drei Seiten bestiegen werden, was viele Möglichkeiten für eine Rundtour bietet. Klar ist er mit seinen 1011 Metern nicht wirklich ein Riese, aber die Aussicht ist dennoch nicht schlecht. Durch seine Randlage im Bayrischen Wald konnten wir bis zu den Bergen sehen, die als kleine Zacken am Horizont erkennbar waren.

Schnell am Ziel - ideal für kleine Kinder

Wir haben uns für den Aufstieg aus Richtung Langfurth entschieden und sind den Turmweg gefolgt. Zuerst durch den Wald und später auf einer großen Wiese geht es sehr zügig in Richtung Gipfel, der durch den großen Sendemast sehr gut erkennbar ist. Sobald der Wald sich lichtet, überzeugt der Berg mit seinem Panorama. Nach ca. 45 Minuten ist das Ziel dann auch schon erreicht, gerade mit Kleinkind eine ideale Zeit bevor der Hunger zu groß und die Langweile noch viel größer wird. Schneehöhlen, tief verschneite Bäume und Schneeberge haben bis dahin den Aufstieg versüßt, so dass die Laune oben auch noch recht gut war.

Aussichtsturm und Gaststube - alles was ein Gipfel braucht

Der sogenannte Gipfel liegt leider im Wald, so dass hier die Aussicht doch etwas beschränkt ist. Oben befindet sich neben dem Sendemast noch ein Aussichtsturm aus Holz mit kleiner Gaststube unten, die aber bei unserem Besuch geschlossen war. Oben vom Turm ist die Aussicht bestimmt nochmal richtig schön. Wir werden wieder kommen, wenn der Turm offen ist und dies überprüfen.

Mit dem Rodel wieder runter

Für den Weg zurück haben wir die Forststraße gewählt, da hier planiert war und wir so mit dem Rodel den Abstieg verkürzen konnten. Die "Rodelbahn" ist allerdings nicht sehr steil, aber auch hier, für kleine Kinder super. Im Sommer führt über die Straße der Erlebnisweg "Brotjacklriegel" hinauf, der auf 10 Stationen Kindern die Wanderung verkürzt. Allerdings waren die Stationen so verschneit, dass wir hier gar nichts erkennen konnten. Noch ein Punkt für einen erneuten Besuch im Sommer.

Alles in allem ein netter halbtägiger Familienausflug für Spätaufsteher.

Weitere Informationen und Anfahrtsbeschreibung finden sich hier.

Traumpfad Bergheidenweg - Wacholderheiden und Nettetal

Nach dem Traumpfad rund um die Virneburg war noch etwas Zeit und so ging es am nächsten Tag zum Traumpfad Bergheide. Die Auswahl fiel leicht, denn am Tag zuvor hatte es mir die Heidelandschaft sehr angetan. Und so wollte ich noch mehr dieser urwüchsigen Landschaft sehen und machte mich auf.


Das Wetter war leider noch mal etwas schlechter, als am Tag zuvor und so ging es am Parkplatz bei Schneematsch und Regen los in Richtung Wacholderheide.




Bald schon  geht es von der Wacholderheide hinunter in das Nettetal. 




und entlang des kleinen Bachs durch den Wald. Nach einem kurzen Aufstieg kommt der Weg wieder aus dem Wald raus und geht weiter über eine Hochebene. Hier muss ich sagen, hatte der Weg seine Längen, denn es geht auf Asphalt doch recht gerade durch die Lande. Dazu kam Regen und Wind und so schauten wir, dass wir schnell hier wegkamen.


Nachdem die Straße gekreuzt wird, wird es wieder abwechslungsreicher und bald kam wieder die Heidelandschaft. Gleich waren Wind und Kälte vergessen, denn auch im Winter gab es ein schönes Farbenspiel.




Nun noch einmal über die Straße und ein kurzer Weg zum Parkplatz und die drei Stunden waren schneller rum, als gedacht.
Insgesamt eine abwechslungsreiche Tour, die bei entsprechendem Wetter bestimmt noch schöner gewesen wäre. So haben wir zwar keinen anderen Wanderer getroffen, aber wer geht auch schon bei so einem Wetter los?

Details: 
Länge: 10,3 Kilometer
Höhenmeter: 289
Dauer: ca. drei Stunden

mehr Informationen finden sich auch auf der Seite der Traumpfade: http://www.traumpfade.info/traumpfade-rhein-mosel-eifel/eifel/bergheidenweg/

Fazit: ein schöner Weg durch abwechslungsreiche Landschaft mit schönen Ausblicken in die Eifel. Auch hier ist der Traumpfad wieder liebevoll angelegt, mit vielen Rastplätzen und guter Beschilderung. Ich komme wieder, wenn die Sonne scheint.

Traumpfad Virneburg - Burgschleife durch die Heide

Das neue Jahr habe ich mit zwei Traumpfaden begonnen, ein, wie ich finde, recht guter Start in das neue Jahr. Diesmal hat es mich nicht an die Mosel gezogen, sondern in Richtung Eifel. Der Traumpfad rund um die Virneburg und der Bergheidenweg sind es schlußendlich geworden. Zwei Pfade, die recht nah beeinander liegen und landschaftlich auch einige Ähnlichkeiten haben. Denn in beiden Fällen geht es durch Wacholderheiden, eine Landschaft, die auch zu dieser Zeit Ihren Reiz hat, zudem mal wieder etwas ganz anderes ist.

Traumpfad Virneburg - Heide und Burgblick

Aber der Reihe nach. Der Wanderweg rund um die Virneburg war am ersten Tag an der Reihe. Bei leider nicht ganz perfektem Wetter ging es am Parkplatz unterhalb der Virneburg los. Die kleine Burgruine ist den kurzen Abstecher den Hügel rauf wert, kann aber natürlich auch umgangen werden. Dennoch wenn sie dem Weg schon ihren Namen gibt, muss sie auch kurz besichtigt werden. Im Anschluß führt der Weg hinter dem Dorf in den Wald hinein und schon bald wird es steiler. Spätestens hier war mir warm. Sobald der Weg den Wald verlässt, führt er durch die erste Heidelandschaft dieses Weges. Wacholderheiden, Heidekraut und Kiefern wirken zu dieser Jahreszeit, wie ich finde, sehr urtürmlich und wild. Der leichte Regen und der Wind werden auch ihren Teil dazu beigetragen haben, aber die Landschaft hatte durchaus ihre Reize. Ein erster Blick von oben auf die Virneburg war natürlich auch sehr schön.



Picknick mit Aussicht

Nach dem Überqueren der Landstraße geht es in den zweiten Teil der Heidelandschaft und die Virneburg schiebt sich nun langsam immer näher ran. Bald geht es auf kleienen Pfaden im Wald hinunter ins Tal. Immer wieder kommen Bänke und Aussichtspunkte, die den Blick auf das Tal und die Burg frei geben. Nun leider war das Wetter so gar nicht Picknick tauglich.
Unten im Tal angekommen führt der Weg noch kurz wieder in den Wald hinauf, bevor er auf der anderen Seite wieder ins Dorf kommt und am Parkplatz endet, so dass die Burg nun fast einmal umrundet wurde.
Alles in allem war ich gute drei Stunden unterwegs. Wer bei gutem Wetter die vielen netten Rastplätze nutzt, ist bestimmt länger unterwegs.


Details:
Länge: 9,9 km
Dauer: ca. drei Stunden
Höhenmeter: 313m

Mehr Informationen: Traumpfad Virneburg

Fazit:
Ich bin inzwischen schon ein paar Traumpfade gewandert, aber dieser hier war einer der schönsten. Wenn er auch mit 9,9 Kilometer eher zu den kürzeren zählt (wobei ich bei dem Wetter darüber nicht unglücklich war), hat er viele landschaftliche Reize, Abwechslung und ist liebevoll angelegt. Die vielen kleinen Plätze zum rasten, die Aussichtspunkte, die Burg; es macht einfach Spaß hier zu wandern.