Pähler Schlucht - Abenteuer und Wasserfall

Pähl liegt ziemlich genau zwischen Starnberger und Ammersee. Nicht weit von den Bergen entfernt, mit schönem Blick auf Zugspitze und Alpenvorland. Doch auch wenn die Berge mehr die nette Kulisse im Hintergrund bilden, gibt es hier eine wirklich schöne Wanderung, die zudem für Kinder
die nötige Portion Abenteuer und Abwechslung bietet.

Vom Schloss Hochpähl zur Schlucht

Wir haben am Golfplatz in Hochpähl geparkt und sind dann noch ein Stück über das Gelände des Golfplatzes gegangen bis rechts vor dem Schloss in Hochpähl ein kleiner Weg in die Schlucht abbiegt. Zunächst geht es eigentlich nur steil hinunter, aber der Weg ist noch breit. Vorbei an einem alten Wasserkraftwerk geht es immer tiefer in die Schlucht bis der Weg an eine kleine Minibrücke kommt. Nun müssen wir die Seite wechseln, denn der Weg auf unserer Seite ist abgerutscht. Über die kleine Baumstammbrücke gehen wir nun auf der rechten Seite des Baches weiter und der Weg wird nun klein und nicht mehr wirklich wegsam.

Das Ziel: der Wasserfall am Ende der Schlucht

Spätestens hier beginnt der spannende Teil. Wo der Weg lang geht, ist nicht immer gleich ersichtlich. Über Stock und Stein, Baumstümpfe, Stämme und kleine Felsen geht es immer weiter. Kurze Zeit später müssen wir den Bach queren, eine Brücke gibt es nicht. Über rutschige Steine balancieren wir auf die andere Steie. Die Füße fast abgestorben, da das Wasser im Mai noch sehr kalt ist, gehen wir
auf der anderen Seite weiter und stehen kurz danach vor dem Ziel: dem Wasserfall. Eine ca. 20 Meter hohe Kaskade fällt aus der Wand hinab.

Glückseligkeit unterm Wasserfall

Am Rande des kleinen Sees der sich am Fuße des Wasserfalls bildet machen wir eine Pause, genießen die Aussicht und freuen uns alles für uns alleine zu haben. Ein bißchen stolz sind wir das Abenteuer gemeistert zu haben. Gerade für Kinder ist der Weg spannend, da es viel zu entdecken gibt und nicht zu vergessen, wieviele Steine auf dem Weg in den Bach geworfen wurden.

Aussicht über Pähl

Zurück geht es den gleichen Weg. Wir haben uns dann bei der Brücke für die andere Seite entschieden und im Anschluss an die Bucht haben wir noch eine Runde über den Hirschberg gedreht. Von hier gibt es einen schönen Blick über Pähl, das Alpenvorland und die Berge.

Fazit: eine schöne Familienwanderung mit viel Abwechslung, Abenteuer und einem wunderschönem Ziel.Insgesamt haben mit der gesamten Runde und einer langen Pause gute vier Stunden gebraucht. Wer nur in die Schlucht geht, ist deutlich schneller.

Der hundsgemeine Alltag und die Glückseligkeit beim Laufen


    
Der Alltag an sich ist ja schon ein Hundsgemeiner Fiesling. Denn erstens bleibt nie genug Zeit für die schönen Dinge im Leben und zweitens und daraus schlussfolgernd verbringen wir zu viel Zeit mit Dingen, vor denen das Wort muss oder soll steht, wie arbeiten, einkaufen, putzen oder aufräumen. Demnach bleibt, zumindest bei mir, auch irgendwie zu wenig Zeit sich zu bewegen oder etwas für die eigene Kondition und Ausdauer zu machen.

Eine neue Sportart muss her - nur was?
Da mich dies nun schon seit längerem nervt und jeder Versuch am Wochenende regelmäßig zu klettern, zu wandern oder sonstigen Sport zu treiben, geschweige denn in einen Sportkurs zu gehen, scheiterte, startete ich nun ein neues Projekt. Das „ich mache regelmäßig Sport Projekt“, das mich in kürzester Zeit zu mehr Fitness und Wohlbefinden führen sollte.
Und da ich nun leider inzwischen in einer Gegend wohne, in der ich nicht abends mal rasch klettern gehen kann, musste eine neue Sportart her. Eine Sportart, die ich direkt bei mir vor der Haustüre ausüben kann, denn ich bin definitiv ein draußen Sportmensch. Eine Sportart, die zeitlich flexibel ist und dennoch zu Konditionsaufbau führt. Da bleibt nicht viel übrig. Genau. Laufen gehen. Geht immer und zu jeder Uhrzeit. Wer so wie ich auf dem Land lebt, hat die Trainingsstrecke direkt vor der Türe und eine große Ausrüstung benötige ich eigentlich auch nicht.
Wäre da nicht dieser große Haken, wäre alles perfekt. Ich hasse Laufen. Ich finde, es gibt nichts Schlimmeres als sinnlos und ohne Ziel durch die Lande zu rennen und dabei nach Luft zu jabsen. Aber nun gut, es hilft halt nichts und so bin ich also losgelaufen.

Von Quälerei zur Glückseligkeit
Und was soll ich sagen. Das erste Mal war grauenvoll. Nach Luft jabsend und mit roten Kopf quälte ich mich über Feldwege, verfluchte mich wegen meines Plans und schwor mir, dass diese eine einmalige Sache war. Sport wird absolut überschätzt und wer will schon fit sein?
Genau, doch nach ein paar Tagen kam der Ehrgeiz in mir hervor. Denn eigentlich, dass kann ich doch besser. Denn so unfit bin ich doch eigentlich gar nicht. Also ging es los zur zweiten Runde. Und siehe da? Es ging schon viel besser. Ich war nicht mehr so verkrampft, ich atmete ruhiger und mein Kopf war nicht mehr rot. Glücklich und stolz kam ich daheim an. Genau, das kann ich besser. Und so fing ich langsam an, immer öfter zu laufen und inzwischen genieße ich es in der Abendsonne ziellos durch die Lande zu rennen. Manchmal kann ich es immer noch nicht glauben, dass es mir wirklich Spaß macht. Aber nach einem langen Arbeitstag macht es Kopf frei, nach stundenlangem Sitzen im Büro, genieße ich die frische Luft und die Sonne und vor allem die Ruhe.
Und so ist der Alltag zwar immer noch hundsgemein, aber ich habe ein wenig dagegen angekämpft.


Montane Yarará 32 - der kommt überall hin mit

Wenn ich mir einen Rucksack so bauen könnte, wie ich will. Wie würde er aussehen, was wäre mir persönlich wichtig? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, wie ich im ersten Moment dachte. Denn ein Rucksack muss erstaunlich viel leisten. Als erstes fällt mir ein: Aussehen. Design finde ich sehr wichtig, aber auch Qualität. Ein Rucksack bei mir muss was abkönnen. Vielseitigkeit wäre dann da noch. Der Rucksack muss also variabel verwendbar sein, denn ich will nicht zehn verschiedene Modelle im Keller liegen haben und meinen Kleinkram vor jeder Tour umräumen müssen. Und natürlich ganz wichtig ist es mir auch, dass er bequem zu tragen ist. Denn nichts kann eine Tour so sehr vermiesen, wie schlecht sitzende Kleidung, Schuhe oder eben der nicht passende Rucksack.

Leichtgewicht in lila und grau

Also eigentlich ganz einfach: ein Rucksack muss rundum gut sein, um mich zu überzeugen. Und mit genau dieser Einstellung testete ich in den letzten Wochen den Yarará 32 von Montane. Ein Tagesrucksack mit 32 Litern, der speziell auf die Anatomie von Frauen zugeschnitten ist und mich beim Auspacken mit seinem Design in grau und lila gleich mal einnahm.
Was mir neben der netten Farbgebung auch sofort auffiel, war das Gewicht. Der Yarará ist sehr leicht und scheint auf jedes überflüssige Gramm zu verzichten. Dennoch hat er unzählige kleine Taschen und Befestigungsmöglichkeiten, die wirklich für jede erdenkliche Ausrüstung Platz bieten. So war auch eine extra Gummischnur dabei, die nochmals zusätzlich am Rucksack befestigt werden kann, falls die vorhandenen Möglichkeiten nicht ausreichen.

Für die weibliche Anatomie gemacht - schmal und kurz 

Auch im Inneren hat der Yarará viele Möglichkeiten Ausrüstung und Kleinkram zu verstauen. Jede Menge kleine Taschen, z.B. im Deckel erleichtern das Wiederfinden von Hausschlüssel, Sonnencreme oder Geld doch ungemein. Natürlich darf auch eine Tasche sowie Öffnung für ein Trinksystem nicht fehlen. Alles in allem habe ich doch den Eindruck, dass sich Montane hier Gedanken gemacht hat.
Positiv ist mir auch der Deckel des Rucksacks aufgefallen. Schön groß und im unteren Teil besteht er aus einer Art Stretch, der sich dadurch auch gut schließen lässt, wenn der Rucksack mal wieder voller geworden ist, als geplant.Innen ist der Rucksack nochmals wie üblich mit einer Kordel verschlossen, die leicht durch einen speziellen Verschluss zu öffnen ist. Ebenfalls befindet sich hier auch eine Befestigung für ein Kletterseil. 

Der Rücken soll der Anatomie der Frau angepasst sein und für gute Belüftung sorgen. Dafür hat Montane hier ein besonders weiches Material gewählt, dass sich ein wenig dem Rücken anpasst. Da es bis jetzt noch nicht so heiß war, kann ich nicht beurteilen, ob ich weniger schwitzen werde. Angenehm zu tragen ist der Yarará auf jeden Fall. Auch schwer bepackt, sitzt er gut auf den Schultern.

Nicht zu klein, nicht zu groß - 32 Liter passen für viele Gelegenheiten

Mit 32 Litern finde ich die Größe auch sehr gut. Der Rucksack ist nicht gleich voll, nur weil ich Essen, Trinken und Regensachen für drei Personen plus Hund einpacke. Aber ich werde auch nicht dazu verleitet, meinen halben Hausstand einzupacken, so dass ich auf der Wanderung nach kurzer Zeit ein paar Zentimeter kleiner bin, da ich ihn die Knie gegangen bin. 
Auch zum Klettern sind 32 Liter genau richtig, denn weder will ich ein Riesenmonster auf dem Rücken haben, noch mich bei der Ausrüstung einschränken. Über Riemen an der Seite lässt sich der Rucksack gut an den Rücken ranholen und ist so am Fels nicht im Weg. 

Fazit: Ein toller Allround Rucksack, der viel mitmacht. Wasserabweisende Imprägnierung, stabiles Material und ein Leichtgewicht mit vielen Befestigungsmöglichkeiten und einer durchdachten Innenausstattung. Zudem angenehm zu tragen. Alles in allem bin ich nun nach zahlreichen Wanderungen, Ausflügen, Klettereien und Alltagstest sehr angetan vom Yarará, denn er macht wirklich alles mit und sieht zudem sehr schick aus. Was will Frau mehr?

Mehr Informationen zum Yarará 32 von Montane finden sich auch auf der Montane Webseite (auf englisch).









Der Gipfel zu zweit ist mehr als ein Titel alleine - Nives Meroi "Ich werde Dich nicht warten lassen"

Basislager am Kangchendzönga, Quelle (4): Archiv Nives Meroi
Wie weit geht Liebe, Partnerschaft oder wann müssen wir uns zwischen Egoismus und Gemeinsamkeit entscheiden? Würden wir auf den möglicherweise größten Erfolg unseres Leben zugunsten des Menschen verzichten, den wir lieben?
Das Buch von Nives Meroi "Ich werde Dich nicht warten lassen" handelt zwar von Achttausendern und Expeditionen, von Eis und Kälte, aber der Kern des Buches liegt genau hier. In der Frage nach dem, was wirklich zählt im Leben.

In "Ich werde Dich nicht warten lassen" erzählt Meroi, die zu den großen Bergsteigerinen der heutigen Zeit zählt und gemeinsam mit ihrem Mann Romano die Achttausender der Welt besteigt, die Geschichte ihrer Besteigung des Kangchendzönga. Dies sollte ihr zwölfter Achttausender werden. Im Rennen um den Titel der ersten Frau auf allen Achttausendern war sie 2009 neben Gerlinde Kaltenbrunner und Edurne Passaban eine der Favoritinen. Auch wenn sie schreibt, dass ihr der Titel nicht so viel bedeuten würde, räumt sie auch ein, dass er zahlreiche Sponsorenverträge und mediale Aufmerksamkeit bringen würde. Was wiederum ihre zukünftigen Expeditionen finanzieren würde und somit ihr gleichzeitig wieder mehr Freiheit geben würde.

Und so machten sich beide auf, den Kangchendzönga und die Annapurna zu besteigen. Ohne künstlichen Sauerstoff, ohne Höhenträger wollen sie, wie auch bei den vorausgegangenen Besteigungen, auch hier wieder möglichst wenig Spuren hinterlassen und möglichst minimalistisch am Gipfel ankommen. Doch schon in der Vorbereitung der Gipfelbesteigung merkt Meroi, dass es ihrem Mann nicht gut geht. Dass es ihm zunehmend schwer fällt, bis er schließlich wenige hundert Höhenmeter unterhalb des Gipfels aufgeben muss.

Alleine auf den Gipfel - unvorstellbar

Nives Meroi mit Ihrem Mann Romano Benet
Sein Angebot auf Nimes Meroi zu warten, während diese den Gipfel besteigt nimmt sie nicht an. Wohl wissend, dass sie damit keine Chance mehr auf den Achttausender-Titel hat, entschließt sie sich mit ihrem Mann wieder abzusteigen. Denn die Vorstellung alleine auf den Gipfel des Kanchenzönga zu stehen, dem ersten Achttausender ohne Romano und die Angst um seinen Gesundheitszustand lässt sie keine Sekunde zögern. Ein abenteuerlicher Abstieg beginnt, in dem Romano mit letzter Kraft im Basislager ankommt. Hier endet der erste Teil der Geschichte.

In der nun folgenden Krankengeschichte ihres Mannes, die für beide eine schwere Zeit ist, hadert Meroi zu keinem Zeitpunkt mit ihrer Entscheidung. Auch als sich das Rennen der Frauen zugunsten von Edurne Passaban entscheidet, bereut sie es nicht auf den Kangchendzönga verzichtet zu haben. Die Welt der Expeditionen zu den Achttausendern der Welt scheint in dieser Zeit für sie weit weg zu sein.

Der Persönliche Triumph nach fünf Jahren

Nach fünf Jahrem am Ziel: Auf dem Gipfel des Kangchendzönga 2014
Fünf Jahre sollten vergehen, bis die Beiden bei ihrem dritten Versuch den Gipfel des Kangchendzönga erreichen werden. 2014 stehen sie alleine, ohne Wettbewerbsdruck auf dem Gipfel. Mit großer Dankbarkeit nehmen Beide das Geschenk an, dass ihnen der Kangchendzönga in diesem Moment macht und dieser Sieg scheint Meroi um ein vielfaches mehr zu bedeuten, als es ein Titel um die erste Frau auf allen Achttausender je hätte sein können.

Fazit: Ich lesen sehr gerne Bücher von Expeditionen dieser Art. Da ich wohl nie den Mut, die Kondition und das Duchhaltevermögen aufbringen werde, Gipfel in dieser Kategorie zu besteigen, lese ich umso lieber davon, wie es andere schaffen. Doch meist sind es Einzelgänger, die ihr ganzes Leben diesem Traum des Bergsteigens unterordnen. Umso faszinierter bin ich von diesem Paar, dass jeden Gipfel zusammen besteigt und das dabei gemeinsam Erlebte ganz klar im Vordergrund steht. Aus diesem Grund ist es wahrscheinlich für Nives Meroi zu keinem Moment in Frage gekommen, alleine weiter zu gehen. Eine Entscheidung die von großer Liebe und innerer Größe spricht und aus diesem Buch nicht nur eine Geschichte der Besteigung der Achttausender macht, sondern auch eine Geschichte über Partnerschaft, Verzicht und gemeinsame Ziele. Ein sehr lesenswertes Buch.

"Ich werde Dich nicht warten lassen" - Nives Meroi
Tyrolia Verlag Innsbruck
ISBN 978-3-7022- € 19,95
Auch als E-Book erhältlich: ISBN 978-3-7022-3526-0, € 16,99
http://www.tyroliaverlag.at/list/9783702235055

Start in die Wandersaison 2016 - meine Wünsche

Es wird Frühling! Und sofort fange ich an mir zu überlegen, was ich mit den vielen, schönen, hoffentlich sonnigen Sommerwochenenden anstellen mag. Wo will ich hin? Welchen Gipfel würde ich gerne dieses Jahr besteigen? Was will ich erleben.

Sommer - Sonne - unterwegs

Denn eines steht fest, die Wandersaison wird wie immer viel zu schnell vorbei sein. Viel zu schnell wird wieder der Schnee kommen... nein, jetzt ist erstmal Frühling, Sommer und Herbst angesagt und damit jede Menge Möglichkeiten für draußen unterwegs.


Meine draußen unterwegs Wünsche 2016

Also, was sind Ziele, Gipfel, Unternehmungen, die sich diesen Sommer lohnen. Bei mir wird es wie immer in den letzten Jahren zwei Arten von Unternehmungen geben: die einen, die mit Kind möglich sind und die anderen, die es eben nicht sind (und die unter Umständen dadurch auch schwerer umzusetzen sein werden). Aber mal sehen.

Mit Familie, Kind und Hund möchte ich hier hin:

Wenn nun also die gesamte Familie zur Wanderung aufbricht, sind die Ziele meist bescheidener, kürzer und vielleicht auch nicht so spektakulär. Dafür entdecken wir viel am Wegesrand, genießen die Langsamkeit (ok, wir versuchen sie zu genießen) und sind dafür aber mächtig stolz, wenn wir am Ziel angekommen sind.

  • Barfußwanderweg in Mittenwald: Hier waren wir schon mal unterwegs und es ist ein wirklich schöner Rundwanderweg, mit Spielplatz und Eisautomat am Ende. 
  • Donaudurchbruch bei Kehlheim: Mit Schiffahrt und schöner Aussicht, bestimmt auch mit Kindern ein toller Ausflug.
  • Eine kleine Bergtour evtl mit Seilbahn und kurzem Zustieg zum Gipfel - falls jemand Ideen hat? 
  • Schaukelweg im Bayrischen Wald: Auch hier waren wir schon mal und es ist eine abwechlungsreiche Wanderung für Kinder. 

Ziele ohne Kind:

Da es aber auch immer Träume und Ziele gibt, die eben nicht mit Kind zu realisieren sind, habe ich auch ein paar draußen unterwegs Wünsche, die nicht so ganz Kindkompatibel sind.
  • erstes Ziel: überhaupt wirklich einfach mal wieder eine richtige Bergtour zu unternehmen.
  • zweites Ziel: klettern, gerne würde ich mal wieder klettern gehen und zwar am Fels und nicht in der Halle.
  • dann würde ich gerne noch den ein oder anderen Traumpfad erkunden
  • eine mehrtägige Wanderung, z.B. Goldsteig
  • Neue Gebiete kennen lernen: Berge, Gipfel, Wege an denen ich bis jetzt noch nicht unterwegs war. 
Nun gut, alles keine großen Wünsche. Müssen es auch nicht sein. Der Fokus im Leben liegt derzeit eben wo anders und somit auch Zeit und Möglichkeiten für größere Unternehmungen fehlen. Dennoch möchte ich aber einfach draußen unterwegs sein, glücklich sein und schöne Moment erleben. Dies wäre dann wohl mein Motto für die nächste Bergsaison.
 Wer macht mit?

Touren für das Osterwochenende

Das nächste Wochenende wird lang, denn die Osterfeiertage kommen und damit vier perfekte Gelegenheiten für die nächste Bergtour. Wäre da nur nicht das kleine Problem, das Ostern dieses Jahr bereits Ende März ist und damit eigentlich noch vor dem Start der Bergsaison.

Doch wer lässt sich davon abhalten, dennoch die ersten Frühlingsstrahlen draußen in der Natur zu verbringen. Zugegeben, der ein oder andere wird die Feiertage dazu nutzen, noch ein letztes Mal Ski zufahren oder eine letzte Schneeschuhwanderung zu unternehmen. Doch wer im Prinzip genug vom Winter hat und nun lieber in die Frühlingssaison starten will, für den habe ich ein paar Tipps, die sich am Wochenende lohnen.

Nicht zu hoch dürfen die Ziele liegen, denn sonst stellt sich schnell wieder das Problem mit dem Schnee. Aber auch weiter unten oder in den Mittelgebirgen gibt es schon lohnende Routen.

Seiser Alm in Südtirol

Südtirol ist für mich das perfekte Ziel im zeitigen Frühjahr. Meist ist es dort schon wesentlich wärmer als auf der nördlichen Seite der Alpen. Die Natur ist weiter und das erste Grün an Bäumen und Sträuchern oft schon zu sehen. Je nach Schneelage ist die Seiser Alm nun bereits vom Frühjahr angehaucht und auf der Hochebende lässt sich die Sonne inklusive schöner Panoramasicht genießen.
Tourenmöglichkeiten finden sich hier.

Piller Hochmoor in Nordtirol

Für Familien eignet sich das Piller Hochmoor als Ausflug an den Osterfeiertagen. Über kleine Stege, Brücken und enge Wege geht es hier durch das Moor. Ein Aussichtspunkt und viele nette Picknickplätze runden den Weg ab und lassen so schnell keine Langweile aufkommen. Vor allem mit kleinen Kindern ist es hier perfekt, denn der Weg ist abwechslungsreich und nicht zu lang. Für die Eltern gibt es ein schönes Panorama oben drauf. Familienherz, was willst Du mehr. Mehr zum Piller Hochmoor findet sich hier.

Panoramaweg in Fraunberg

Nördlich der Alpen liegt der Panoramaweg in Fraunberg für Alle, die am Wochenende nicht der Autoschlange in die Berge folgen wollen. Ganz verzichten muss man hier nicht auf die Berge, denn bei schönem Wetter sind sie am Horizont zu sehen. 10 Kilometer geht es hier über die Hügel bei Fraunberg mit stets schöner Fernsicht. Der Weg ist nicht anstrengend, sondern gleicht eher einem etwas ausgedehnterem Spaziergang und so bleibt genügend Zeit für das Ostereier suchen. Die Wegbeschreibung zum Panoramaweg findet sich hier.

Traumpfade in der Eifel


Noch weiter nördlich finden sich die Traumpfade, die zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert sind. Die letzten beiden, die ich gegangen bin, sind der Weg rund um die Virneburg und der Weg zur Bergheide. Beide waren eher kürzere Wege, die aber durchaus sehr schön waren. Abwechslungsreich, sehr gut beschildert und mit vielen schönen Picknickplätzen führten beide Wege durch die Eifel. Die Wegbeschreibung zur Virneburg gibt es hier. Die Wegbeschreibung zum Bergheidenweg hier.

Geo Pfad Grassau - kleine Wanderung mit Rätselspaß

Der März ist Outdoor technisch mal wieder ein etwas undankbarer Monat, vor allem in diesem Jahr. Da kam den ganzen Winter kein Schnee und die Temperaturen waren auch eher frühlingshaft. Doch kaum habe ich Anfang März akzeptiert, dass es dieses Jahr nichts war mit dem Winter und mich auf den Frühling gefreut habe, da kam er dann doch. Schlagartig wurde es kälter und der Schnee kam zurück. Nun gut, jetzt brauchte ich das zwar auch nicht mehr, aber drinnen sitzen wollte ich deswegen auch nicht. Also was tun?

Auf Schneeschuhwanderungen oder andere Winteraktivitäten hatte ich nicht so viel Lust, also blieb nur das Abenteuer im Tal. So fuhren wir ins Chiemgau, das ja immerhin so etwas wie ein Voralpen Gefühl bei mir hervor ruft und haben uns für den Geo Lehrpfad in Grassau entschieden. Denn, so unsere  Hoffnung, Kind ist motiviert mit zu gehen und wir können den Frühling im Tal begrüßen.

Also starteten wir in der Dorfmitte von Grassau und waren gespannt was da kommen mag. Denn sehr viel mehr als die Länge (acht Kilometer) und die Dauer (ca. zwei Stunden) und dass die Tour etwas für Naturliebhaber sei, waren nicht zu erfahren. Über acht Stationen führt der Weg und an jeder Station muss ein Rätsel gelöst werden, um die Position der nächsten Station zu erfahren.

Um hier nicht zu viel zu verraten, die Rätsel sind machbar und können auch einen Vierjährigen begeistern. Es sind viele Zählspiele oder Suchspiele dabei. Was uns nicht so gut gefallen hat, war der erste Teil der Strecke, der leider an einer sehr stark befahrenen Straße entlang führt. Ich für meinen Teil vertrete ja die Ansicht, dass ich meine Freizeit nicht neben einer Schnellstraße verbringen muss, zudem wenn die Natur außen rum wirklich schön ist.

Nun gut, wir haben den Weg dann leicht abgewandelt, so dass wir parallel zur Straße gehen konnten und die Autos wenigstens nur gesehen haben, aber nicht in ihren Abgasen wandern mußten.

Der zweite Teil wird dann auch wirklich besser. Hier geht es durch ein Hochmoor. Auf kleinen Stegen führt der Weg durch das Moor. Viele nette Plätze laden zu einer Pause ein und die Straße ist auf einmal ganz weit weg.

So haben wir uns rätselnd durch das Umland von Grassau bewegt. Haben nette Plätzchen gefunden, schöne Ausblicke auf den Chiemsee gehabt und insgesamt dann doch etwas mehr als zwei Stunden benötigt.

Zum Ende erhält man dann einen Code und dieser ist der Schlüssel zum Schatz. In diesem Fall können sich Kinder in der Touristeninformation ein kleines Geschenk abholen. Da wir leider Samstag Nachmittag dort waren, war die Touristeninformation schon geschlossen.

Fazit: ein eigentlich sehr nett gemachter Weg mit wirklich netten Rätseln. Einzig der Streckenverlauf
im ersten Teil ist nicht ganz gelungen, zumal es hier leicht einen Ausweg geben würde.
Den Link zur App gibt es hier. 

Gipfelblick goes Instagram - meine Bilder online

Wie schon mit den Baumbildern angekündigt, habe ich den letzten Wochen angefangen Landschaften, Bäume oder die Natur zu fotografieren. Ein Teil dieser Bilder habe ich in meinem Instagram Account online gestellt. Vielleicht hat der ein oder andere Lust sich meine Bilder anzuschauen, denn der Gipfelblick ist nun bei Instagram zu finden.
 Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack:
Der Gipfelblick bei Instagram






Nachdenkliches - Kinder und das eigene Leben

Es gab eine Zeit, in der ich kinderlos auf Gipfel und Bergen unterwegs war, im Fels kletterte und Stahlseilen in den Himmel folgte. In dieser Zeit habe ich einen Großteil meiner Freizeit in den Bergen verbracht. Dabei habe ich auch oft Familien gesehen, die mit ihren scheinbar gut gelaunten Kindern, ebenso Gipfel bezwungen oder erste Versuche im Klettersteig unternommen haben. Also sah ich mich dann, als es soweit war, in meinen Schwangerschaftsfantasien mit meiner Familie
weiterhin diesem Hobby nachgehen. Natürlich war mir schon klar, dass ein Dreijähriger nicht einen 3000er Gipfel besteigen wird, aber erste kleine Vorgipfel waren es in meinen Vorstellungen durchaus.

Zu Beginn ließ es sich auch sehr gut an. So war mein Sohn im zarten Alter von sechs Wochen auf seinem ersten kleinen Gipfel. Klar er war da ziemlich willenlos und wo Mama ihn hinschleppte war ihm letztlich egal. Der erste Sommer als Familie war so auch recht entspannt und wir waren oft in den Bergen unterwegs.
Doch irgendwann kommt der Punkt, andem ein Kind zu schwer ist, um getragen zu werden, bzw.  auch gar nicht mehr getragen werden will. Auf den eigenen zwei Beinen zu laufen ist interessanter und spanender.

Aber in der festen Überzeugung, Natur ist gut für das Kind, haben wir fortan Gipfel im Schneckentempo bezwungen und dabei allerlei interessantes am Wegesrand entdeckt. Höhlen, Steine, Äste und so weiter. Bald war der Rucksack jedesmal randvoll mit Dingen, die unbedingt mit nach Hause mußten. Dies ging dann auch noch einen Sommer gut, aber dann entwickelte sich der eigene Wille beim Kind. Und damit ist dann nun wirklich nicht zu spaßen.

Ab sofort war jede Bergtour eine Höchststrafe die an Langeweile anscheinend nicht zu überbieten war. Natur war etwas geworden, dass es zu meiden gilt. Bergauf zu laufen Folter und Bergab erst recht. Und plötzlich rückten meine geliebten Berge und meine allerliebste Freizeitbeschäftigung in unerreichbare Ferne. Was nun? Sich einreden, dass Sonntag Nachmittage auf dem örtlichen Spielplatz der Innbegriff der Glückseeligkeit sind? Ganz abgesehen von den Besuchen in überfüllten Indoorspielplätzen?

Klar, mit Kindern ändert sich das Leben und nicht nur zum schlechten, wie es hier scheint. Die bedingungslose Liebe, die einem entegegen gebracht wird, macht mich noch oft sprachlos. Die Hingabe an Kleinigkeiten demütig und Erklärungen eines Vierjährigen verursachten schon zahlreiche Lachanfälle und gute Laune. Aber das eigene Leben rückt in den Hintergrund. Das akzeptiere ich mal besser und mal schlechter. So ist das eben. Und Sehnsucht nach den Bergen haben, darf ja wohl erlaubt sein.

Bäume - ein anderer Blick auf die Natur

In den letzten Wochen habe ich ein kleines neues Hobby gefunden. Ich habe angefangen Bäume zu fotografieren. Tja, hört sich komisch an, ist aber, denke ich, mal ein anderer Blick auf die Natur. Bäume gibt es in allen möglichen Arten, Formen und Größen. Jetzt im Winter sind die meisten recht kahl. Aber häufig wären Blicke in die Natur ohne sie, viel langweiliger und eintöniger. Sie geben dem Blid das gewisse etwas.

Seht selbst:


Nun bin ich am Überlegen, was als nächstes dran kommen könnte. Im Frühjahr könnte ich die Serie mit Blumen fortsetzen. Wolken und Wasser wären auch noch schöne Motive.