Winteroutdoorküche - was warmes im Bauch ist immer gut

Unterwegs nur Butterbrot? Das muss nicht sein, denn egal ob am Gipfel, am See oder am Wegesrand, es gibt viele Möglichkeiten auch auf Wanderungen eine warme Mahlzeit zu essen. Ich bin ja vor allem im Winter ein begeisterter draußen-warm Esser. Denn auf einer langen Schneeschuhtour oder Skitour wirkt etwas Warmes im Magen wahre Wunder.

Was warmes im Schnee ist immer gut

Auch wenn es nun erst Herbst ist und die letzten schönen warmen Wandertage des Jahres anstehen, freue ich mich schon auf den Winter und Touren im dicken Schnee. Dabei darf ein warmer Tee oder Saft nicht fehlen. Warmer Saft? Genau, warmer Apfelsaft mit etwas Zimt schmeckt im Schnee besonders gut. Aber so richtig gut wird es erst, wenn es auch warmes Essen gibt.

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder mit einem Kocher vor Ort selber etwas zubereiten oder in der Thermoskanne Suppe von Zuhause mitnehmen. Die zweite Variante hat den Vorteil, dass es schnell geht und kein Kocher oder Zubehör mitgetragen werden muss. Ein eigener Kocher dagegen setzt der Kreativität in der Outdoorküche keine Grenzen. Spezielle Outdoorgerichte sind dabei auch schnell zubereitet und schmecken zum Teil gar nicht so schlecht. Wobei ich finde, dass es teilweise nicht förderlich ist, das Essen in seiner Trockenform zu sehen. Wobei ich mich auch gerne im Vorfeld bereits über Einkehrmöglichkeiten entlang meiner Route informiere. Auch Erfahrungsberichte anderer Wanderer lese ich dafür gerne.

Eine gute Thermoskanne ist eine gute Investition

Auf jeden Fall sind gute Isolierflaschen und Becher eine gute Investition, wie ich finde, wenn öfters im Winter draußen gegessen wird. Für Suppe habe ich mir eine Thermoskanne mit extra breiter Öffnung gekauft. Nudelsuppe oder Suppe mit Würstchen lassen sich darin sehr gut transportieren und der Deckel eignet sich gleichzeitig als Teller.
Aber auch gute Becher sind wichtig, denn nichts ist ärgerlicher, als sich die Finger am heißen Becher zu verbrennen oder wenn der Tee im Nu wieder kalt ist. Die Auswahl ein geeigneten Bechern ist  inzwischen sehr groß und teilweise ist es wirklich schwer sich zu entscheiden. Ich mag gerne Becher mit Deckel, die selbständig schließen. Denn so ist es auch nicht schlimm, wenn mal was umkippt und nach der Mahlzeit ergießen sich nicht die Reste in den Rucksack.

Fazit: Mit etwas warmen im Bauch nach einem netten Picknick sind Schneeschuhtouren oder Skitouren gleich viel schöner. Vor allem schmeckt es draußen gleich doppelt gut. 

Noch einmal etwas Sommer tanken – der Herbst in den Dolomiten

Bildquelle (2): Thilo Brunner
Der Herbst ist ja eigentlich meine Lieblingszeit in den Bergen. Denn es ist nicht mehr so heiß, wie im Sommer und gleichzeitig ist es aber deutlich leerer. Die meisten Bahnen fahren noch und die Hütten haben oft bis Ende September oder Mitte Oktober geöffnet. Besonders schön finde ich es um diese Zeit in den Dolomiten. Denn in Südtirol gibt es einfach wunderschöne Spätsommer. Als Ausgangspunkt bietet sich da das Fassatal an, das sozusagen mitten drin liegt. Denn in Südtirol gibt es einfach wunderschöne Spätsommer. 

Das Fassatal als idealer Ausgangspunkt für einen Dolomiten Urlaub

Denn egal ob Sella, Rosengarten oder Marmolada, alle Ziele sind schnell zu erreichen. Auch wenn ich es bis jetzt noch nicht auf den höchsten Dolomiten Gipfel, die Marmolada geschafft habe, habe ich doch schon oft sehnsüchtig von der Ferne aus diesen wunderschönen Berg bewundert. Eine Tour über den Gletscher und den Klettersteig muss schon sehr schön sein. Dieser Gipfel steht definitiv noch auf meiner Wunschliste.
Die Klettersteige im Rosengarten, vor allem den Masaré-Klettersteig, dagegen kann ich nur sehr empfehlen. Denn das Panorama auf diesem Klettersteig ist einfach unvergleichbar. Die Schwierigkeit liegt mit C im Mittelfeld. Aber wer eine Herausforderung im Fels sucht, kommt auch nicht hier her. Beim Masaré-Klettersteig zählt die Aussicht auf die umliegenden Dolomiten Gipfel.


Vom Fassatal auf das Sella Joch oder den Pass Pardoi

Aber auch die Sella oder Lang- und Plattkofel sind vom Fassatal aus leicht zu erreichen. Hier gibt es noch einige sehr interessante Klettersteige, wie zum Beispiel den Piscidú-Klettersteig, aber auch zahlreiche wirklich schöne Wanderungen. Bergbahnen fahren sowohl auf die Sella rauf, als auch auf den Langkofel, bzw. die Langkofelscharte. Etwas anspruchsvoller aber auch sehr schön ist eine Wanderung von der Bergstation der Langkofelbahn zur Seiser Alm hinab.

Ein Sonnenuntergang zum Abschluss

Besonders schön finde ich auch nach wie vor, die Sonnenuntergänge in den Dolomiten. Mit etwas Glück färbt sich abends die umliegende Bergwelt in rot und rosa. Das Schauspiel dauert jeden Abend nur ein paar Minuten, ist aber immer einer der Höhepunkte des Tages. In den Alpen habe ich diese Farbgebung nur sehr selten gesehen.

Fazit: die Dolomiten sind für mich immer eine Reise wert. Das Fassatal habe ich in der Regel immer als etwas leerer empfunden, als die die umliegenden Täler. Was bei der spontanen Unterkunftssuche natürlich von Vorteil ist. Besonders im Herbst finde ich es dort einfach sehr schön, denn wenn es bei uns schon richtig herbstlich ist, erwarten einen dort oft noch ein paar richtig schöne Sommertage. 

Piller Hochmoor im Naturpark Kaunergrat - Artenvielfalt und Familienspaß

Irgendwie scheint es fast so, als würden sich meine Freizeitaktivitäten immer mehr in eine Richtung verschieben: Kindergeeignet. Suche ich nach einer Unternehmung für das Wochenende, nach Zielen und Ausflügen, so ist die erste Frage immer: würde es einem Kind Spaß machen? Aber so ist es wahrscheinlich normal, dass ich auf einem 3000er noch nie ein Kleinkind gesehen habe, dafür ganze Großfamilien auf Abenteuerpfaden und im Märchenwald.



Piller Hochmoor - als Familienausflug

Da mir diese Art der Freizeitbeschäftigung - also Feen, Zwergen und anderen  Fabelwesen durch den Wald folgen - nicht sonderlich viel Spaß macht, suche ich immer den Kompromiss, zwischen einsamer Natur und Kinderspaß. Dabei bin ich nun auf das Piller Hochmoor gekommen. Denn auf der einen Seite ist es wirklich ein sehr nettes Stückchen Erde, mit einer wunderbaren Vielfalt an Pflanzen und Biotopen. Auf der anderen Seite gibt es auch einige nette Dinge für Kinder, wie den Hochmmorturm und viele kleine Wege und Stege. Also nichts wie hin.

Naturpark Kaunergrat - schöne Aussicht inklusive

Das Piller Hochmoor befindet sich im Naturpark Kaunergrat und damit zwischen den Venetkamm und dem Kaunertal. Auch wenn der Weg durch das Hochmoor fast keine Steigungen hat, ist die Aussicht von hier sehr schön. Denn der Ausgangspunkt das Naturhaus Kaunergrat liegt bereits auf dem höchsten Punkt des Kaunergrats und damit ist schon am Parkplatz ein schönes Panorama zu bewundern.

Auf kleinen Wegen durch das Hochmoor

Der Weg durch das Hochmoor ist für Kleinkinder sehr gut geeignet, denn wie gesagt, es ist die ganze Zeit fast nur eben. Es geht teilweise über kleine Steige, teilweise über breite Stege durch das Moor. Aus Tafeln wird die Entstehung des Moor, der Torfabbau in früheren Zeit und die Vegetation im Torf erklärt. Vieles davon lässt sich dann gleich in Natura nebenan bewundern.

Ein Spaziergang unter Libellen und Schmetterlingen

Zwischendrin gibt es immer wieder nete kleine Abwechslungen, in Form von einem Turm, Aussichtspunkten oder netten Picknickplätzen. Als Familien waren wir natürlich sehr langsam unterwegs, zumal das Laufrad mit mußte. Also sind wir ungefähr zwei Stunden über Stock und Stein, Stegen und Brücken, vorbei an Moorblümchen, Libellen und Schmetterlingen unterwegs gewesen.
Aber dafür hatten wir genügend Zeit die vielen kleinen Blümchen am Wegesrand zu bewundern, das Farbenspiel der Heide zu genießen und jede Menge Schmetterlinge zu sehen. Denn das ist dort wirklich schön. Die Natur.

Fazit: ein schönes Ziel, in dem die Natur im Vordergrund stand und nicht irgendein Fabelwesen. Das Piller Hochmoor ist ein lohnenswerter Halbtagesausflug, der auch für Kleinkinder sehr gut geeignet ist. Am Naturparkhaus befindet sich zudem ein Spielplatz, den wir aber nicht genutzt haben, da zu diesem Zeitpunkt die Energie schon weg war.

Weitere Informationen zum Naturpark Kaunergrat und zum Piller Hochmoor gibt es hier