fritzi Boulderhose der Jung Hosen Manufaktur im Test

Die fritzi Boulderhose der Jung Hosenmanufaktur
Inzwischen klettere ich schon ein paar Jahre, auch in den Bergen bin ich schon länger unterwegs und auf Klettersteigen hänge ich nicht seit gestern im Seil. Ebenso sieht es in meinem Kleiderschrank aus. Kletter- und Outdoorhosen, Funktionsshirts und Fleecepullover haben es sich dort in nicht gerade kleiner Stückzahl gemütlich gemacht. Und je voller mein Kleiderschrank wurde, desto geringer wurde mein Interesse an neuer Bekleidung, denn, da bin ich irgendwie Frauenuntypisch und denke, "ach, ich habe ja irgendwie schon alles". Doch es gibt Ausnahmen, bei denen ich mich wirklich freue, wenn ich etwas neues bekomme. Solche Ausnahmen fangen manchmal schon beim Auspacken an. Denn manchmal ist dann bereits klar "das wird mein neues Lieblingsteil". Sei es wegen dem Design, wegen der Qualität, der Produktion oder weil einfach all diese Dinge zusammen passen und die Augen leuchten, sobald ich es gesehen habe. Wann mir das zuletzt passiert ist? Als ich die fritzi Boulderhose der Jung Hosen Manufaktur ausgepackt habe. 

Jung Hosenmanufaktur - Bouldermode in kleiner Stückzahl

Aber alles der Reihe nach. Bereits vor längerer Zeit habe ich mich mit Kristin von der Jung Hosen Manufaktur über ihre Kollektion unterhalten. Wir redeten über Bioklettermode, über niedrige Produktionszahlen und ein wenig auch übers Bouldern. Aber was mir bereits damals gut gefiel, war die Idee, die hinter der Hosen Manufaktur steckte. Nachhaltige Klettermode in Polen aus Biobaumwolle in kleiner Stückzahl zu produzieren. Mode, die nicht dem Massengeschmack entspricht, sondern durch liebevolle Details, gute Qualität und einem tollem Design auffällt. Kletterhosen, die fast schon zu schade für den Fels sind. 

fritzi Boulderhose - mit Potenzial zur Lieblingshose

mit breitem Bund - ideal für den Klettergurt
Umso erfreuter war ich nun, dass ich eine fritzi Hose testen konnte. Da sich nun der Winter ja schon wieder früh zurück gezogen hat, war ich nun also ganz gespannt und führte meine fritzi recht schnell an den Fels aus. Und sie ist perfekt für mich. Sie drückt nicht, ist nicht im Weg, engt nicht ein und macht alles mit. Die schönen großen Taschen vorne, bieten Platz für allerlei Kleinkram, den Frau so am Fels braucht und der Bund ist perfekt für den Klettergurt. Zudem gefällt mir das Design noch gut und die Hose ist wirklich etwas anderes, als die übliche Klettermode. 

Nur ein kleines Problem hatten die fritzi und ich: sie ist mir fast zu schade zum klettern. Ich möchte keine kleinen Löcher in dieser Hose haben, keine abgenutzen Stellen an den Knien und keinen aufgerauten Bund vom Klettergurt. Dafür nehme ich gerne meine alte Kletterhose. Da ist es mir egal. Aber bei der fritzi wäre ich schon etwas traurig. Denn sie ist ganz schnell in die erste Reihe meiner Lieblingshosen gerutscht. 

fritzi geht zum Kinderturnen - Lieblingshosen dürfen nicht klettern

Also ziehe ich sie liebend gerne ins Büro an, zum Kinderturnen, auf den Spielplatz, für den Hundespaziergang oder kurz gesagt: einfach mal so. Nur eben nicht zum Klettern. 
Ist nun natürlich irgendwie auch komisch, aber bei Lieblingssachen bin ich da heikel und habe gerne lange etwas davon. Denn, wie gesagt, ich bin nicht so der Einkaufstyp. Also möchte ich, dass mich fritzi noch lange begleitet. 

Nachhaltige Produktion in Europa mit limitierter Stückzahl

ab und zu darf fritzi ein wenig im Fels kraxeln
Meine Einstellung soll nun aber auf keinen Fall verhindern, dass andere glückliche fritzi Besitzer mit ihrer Hose steile Wände erklimmen oder neue Lieblingsrouten entdecken. Denn dafür ist sie gemacht und sie erledigt ihre Aufgabe sehr gut. Die Verarbeitung der Hose ist sehr gut und der Stoff trägt sich wirklich angenehm auf der Haut. Ich schwitze nicht in der fritzi und habe auch nicht das Gefühl, dass sie mir am Körper klebt. Sie ist einfach rundum bequem und funktionell.
Außerdem können die Hosen von Kristin Jung mit einem guten Gewissen gekauft werden. Alle Modelle werden in Polen aus Biobaumwolle produziert. Die Transportwege werden so kurz wie möglich gehalten und der Kontakt zur Produktionsstätte ist eng. Die Hosenmanufaktur besteht neben der Gründerin Kristin Jung noch aus drei weiteren Mitarbeitern. Klein und fein, wie auch die Kollektion, die im Bereich der Hosen mit der anuk ein weiteres Modell bietet.


Fazit: kurz und knapp: ich liebe meine fritzi und die Hosenmanufaktur ist für mich ein wirklicher Geheimtipp.









Lächeln gegen die Kälte - Extrembergsteiger Rudi Mayr stellt neues Buch vor

In meinem früheren Leben war ich mal Ethnologin und fand fremde Völker, Bräuche oder Riten spannend. War fasziniert von der Naturverbundenheit der Menschen und und ihrer Art und Weise nicht nur in der Natur sondern mit jener zu leben. Eine Begeisterung, die ich mir auch heute lange nach meinem Studium und längst in einem ganz nüchternen Bereich arbeitend, erhalten habe. Die Faszination für das Fremde, für das Spirituelle und für ein Leben abseits unserer Hektik und Zeitgebundenheit. Genau aus diesem Grund war ich nun sehr gespannt, als mir der Tyrolia Verlag anbot, einige Kapitel aus dem neuen Buch von Rudi Mayr vorab schon mal zu lesen.

Bildquelle (2): Rudi Mayr

Geschichten aus dem Himalaja von Rudi Mayr

Denn "Lächeln gegen die Kälte" so der Titel des neuen Buches, beschreibt die Erlebnisse des Extrembergsteigers Rudi Mayr im Himalaja und entführt mich damit nicht nur in eine ferne Region der Erde, sondern auch in die Welt der Berge, meine zweite Leidenschaft. Ja, natürlich bin ich fern davon, extreme Leistungen in den Bergen zu vollbringen und hege auch keinerlei Ambitionen in dieser Richtung, lese aber dennoch sehr gerne darüber. Über die Anstrengungen, die  Erfolge und Schicksale, die Extrembergsteiger auf dem Weg zum Gipfel vollbringen und erfahren. Und so habe ich die Kapitel, die einen ersten Einblick in das Buch ermöglichen, das in den nächsten Wochen erscheinen solle, mit viel Genuss gelesen.



Nachschauen, wie es den Menschen geht - Reisen an den Fuß des Mount Everest

Rudi Mayr reist seit dreißig Jahren in den Himalaja, immer wieder an bekannte Orte, wie zum Basislager des Mount Everest oder zum Gokyo Lake und Gokyo Peak. Nun hat er diese Erlebnisse in einem Buch zusammen gefasst, das den schönen Namen "Lächeln gegen die Kälte" erhalten hat. Ein Buch, das von persönlichen Schicksalen, von den Menschen dort und der Landschaft erzählt und die Verbundenheit von Mayr mit dieser entlegenen Region zeigt. 

Für mich war es eine wunderschöne Lektüre, die mir Menschen aus dem Himalaya näher brachte, die mich schmunzeln lies und die mir aber auch gleichzeitig die Gefahren aufzeigte, die eine solche Expedition mit sich bringen kann.

Nun stellt Rudi Mayr das Buch persönlich vor. Am Donnerstag den 20. März um 19.30 in der Tyrolia Buchhandlung in der Maria Theresien Straße 15

Crewneck von Woolpower - mit gutem Gewissen warm angezogen

Nun hat sich der Winter dieses Jahr etwas Zeit gelassen und meine warmen Sachen warteten bis jetzt immer noch auf ihren Einsatz. Aber nun ist er gekommen, der Winter und hat viel Schnee und Kälte mitgebracht. So konnte ich endlich das Crewneck Oberteil von Woolpower testen ohne dabei gleich ins Schwitzen zu kommen. Denn das Oberteil besteht zu 80 Prozent aus Merinowolle und ist damit richtig schön warm.


Woolpower aus Östersund - nachhaltig und schwedisch

Der Name der Näherin ist im Shirt vermerkt
Besonders gefreut habe ich mich auf den Test, da Woolpower für mich eine kleine Neuentdeckung im Hinblick auf nachhaltige Produktion ist und ich deswegen sehr gespannt war. Woolpower produziert alle seine Produkte ausschließlich im schwedischen Östersund. Vom Garn bis zum fertigen Produkt wird alles in Nordschweden verarbeitet. Außerdem geht jedes Produkt nicht durch mehrere Hände, sondern wird von einer Näherin produziert und am Ende mit ihrem Namensschild versehen. Eine nette Idee, wie ich finde, die bei mir irgendwie den Eindruck erweckte, dass es sich hierbei nicht um Massenproduktion handelt. Was natürlich so nicht unbedingt stimmt, da auch Woolpower große Stückzahlen fertig, aber der Gedanke der Individualität bleibt ein wenig erhalten.

Woolpower ideal für den Winter – mollig warm in Merinowolle

Auch die Ärmel sind etwas länger und halten schön warm
Die Merinowolle trägt sich natürlich gut und wer einmal angefangen hat Naturmaterialien zu tragen, wird nie wieder auf Oberteile aus synthetischen Bestandteilen zurückgreifen wollen. So auch bei Woolpower. Das Material ist angenehm weich auf der Haut, kratzt nicht und hält einfach wunderbar warm. Als Ganzjahresoberteil würde ich das Rundhalsshirt nicht gerade bezeichnen, aber es ist absolut wintertauglich. Egal ob Skifahren, Schneeschuhwandern, Eisklettern oder eine andere Wintersportart, das Oberteil von Woolpower hält richtig schön warm. Ideal finde ich auch den etwas längeren Schnitt des Shirts, denn so passt es noch in die Hose und rutscht nicht gleich wieder raus. Die wenigen Nähte sind grün abgesetzt und als Flachnähte verarbeitet, das heißt es kratzt und drückt auch hier nichts. Es war also rundum angenehm zu tragen und hat absolut gehalten, was ich mir erwartet habe. Auch mehrere Waschgänge konnten dem Crewneck nichts anhaben. Es hat weder die Form noch an Farbe verloren. Es trocknet aufgrund der Merinowolle schnell und nimmt nur sehr wenige Gerüche an.

Merinowolle ohne Muleshing-Verfahren – Woolpower zeigt wie es geht

Bei allen Vorzügen von Merinowolle, habe ich dabei natürlich auch immer Berichte über das Muleshing-Verfahren im Hinterkopf. Bei allem Tragekomfort, den ein Naturprodukt wie Merino bietet, darf dieser, meiner Meinung nach, nicht zu Lasten der Tiere gehen. Und dass es auch ohne Tierleid geht, zeigt Woolpower, die ihre Merinowolle eben nicht in Australien kaufen, sondern aus Patagonien beziehen. Dort wird zu 100 Prozent auf dieses Verfahren verzichtet und deswegen bezieht  Woolpower seit 2008 seine Merinowolle nur noch aus Südamerika. Denn auch ohne Muleshing-Verfahren bietet die Wolle aus Patagonien eine gleich hohe Qualität wie die Wolle aus Australien.
Die Merinowolle wird in Deutschland gesponnen und gefärbt und kommt anschließend nach Östersund zur Verarbeitung.


Fazit: Das Crewneckl von Woolpower ist wunderbar warm, angenehm zu tragen und leicht in der Pflege. Die Passform ist gut und die Verarbeitung verspricht, dass es lange halten wird. Was mich aber besonders von Woolpower überzeugt hat, ist der gesamte Produktionsprozess von der Wolle zum Shirt. Es zeigt mir, dass auch Merinowolle nachhaltig gewonnen werden kann und dass sich eine Produktion in Eurpoa durchaus noch lohnen kann.  Insgesamt bin ich sehr überzeugt von dem Oberteil und werde auch in Zukunft Ausschau nach Woolpower halten.